Eng verbunden mit der Verfügbarkeit der ersten DMS war die Notwendigkeit des Abbaus der Hemmschwelle bei den meisten der potenziellen Anwender. Nur durch gezielte Aufklärung war es möglich, die an die bisher verfügbaren Messmittel gewöhnten Techniker mit den neuen elektrischen Geräten vertraut zu machen.
Hier haben in Deutschland die Hersteller Erstaunliches geleistet. Heute sind Dehnungsmessstreifen zu unentbehrlichen Hilfsmitteln in kaum noch überschaubaren Anwendungsbereichen geworden. Trotz bemerkenswerter Schritte bei der Entwicklung alternativer Messverfahren ist heute noch nicht abzusehen, wie lange der DMS seine dominierende Stellung als Sensor beim Messen mechanischer Größen noch halten wird.
Auf der Suche nach Methoden und Sensoren, die den DMS ersetzen und aus seinen Anwendungsgebieten verdrängen könnten, war man bis heute noch nicht umfassend erfolgreich. Die mit Laserstrahlen arbeitende ESPI (Elektrische Speckle-Pattern-Interferometrie) ist zwar ausgereift und kann erfolgreich angewendet werden, ist aber sehr aufwendig und bringt nur in einigen speziellen Randgebieten Vorteile gegenüber dem DMS. Optische DMS, die auf der Faser-Bragg-Technik basieren, sind heute für praktische Anwendungen verfügbar und für Einsätze in starken elektromagnetischen Feldern und im Ex-Schutz-Bereich dem herkömmlichen DMS überlegen.
Erfolgreiche Anwendungen erfolgten z.B. bei Bauwerküberwachungen und für Kraftermittlungen an Radsätzen der Deutschen Bundesbahn. Neben optischen Messverfahren haben sich speziell für Messungen bei hohen Temperaturen kapazitive Dehnungsmessstreifen etabliert. Magnetoelektrische und piezoelektrische Messstreifen sind entwickelt und versuchen sich im Markt zu bewähren.
Bei allen positiven Eigenschaften steht fast immer die Frage der Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, und da besitzt der althergebrachte DMS in Kombination mit moderner Signalverarbeitungstechnik zurzeit nur schwer überbietbare Vorteile.
Heutige Entwicklungsarbeiten befassen sich mit der Optimierung von Fertigungsverfahren und der Anwendung neuer Werkstoffe für Messgitter und Träger. Man experimentiert z.B. mit auf einen Träger aufgesputterten granularen hochohmigen Widerstandsschichten auf Basis von Nickel-Kohlenstoff und Schichten aus Pt-SiO2. In Versuchsstadien werden hohe Widerstände bis zu 50 kΩ und k-Faktoren bis zu 20 erreicht. Das herkömmliche Ätzen der Widerstands-Folien wird vermieden, die Strukturierung erfolgt mittels Ultrakurzzeitlaser. Miniaturisierte Aufnehmerkörper stellt man aus Zirkon-Oxyd her, auf die direkt ohne Isolierschicht aufgesputtert wird.
Schaut man auf die bisherige Entwicklung zurück, so ist festzustellen, dass die wesentlichsten Fortschritte für das Messen mit DMS auf dem Gebiet der Signalverarbeitung erzielt worden sind. Das recht simple physikalische Wirkungsprinzip des DMS hat sich seit nunmehr 80 Jahren nicht verändert
Heute besteht das wesentliche Ziel, den nach wie vor ein analoges Ausgangssignal liefernden DMS in das moderne Umfeld der digitalen Datenverarbeitung einzubeziehen. Durch enorme Fortschritte auf dem Gebiet der digitalen Signalkonditionierung sind heute Messaufgaben lösbar, besonders im Hinblick auf zeitlich schnell veränderliche Messgrößen, die der analogen Gerätetechnik verschlossen blieben. Mit Hilfe rechnergesteuerter Geräteeinheiten sind heute sehr schnelle vielkanalige synchrone online-Messungen an dynamisch belasteten Bauteilen problemlos geworden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
* Prof. Dr.-Ing. Stefan Keil gibt nach über 30 Jahren messtechnischer Praxis seine Erfahrungen in Vorlesungen und Seminaren an nächste Generationen weiter.