Snickerdoodle Ein SoC-FPGA-basierter Minicomputer nach Raspberry-Pi-Art
Xilinx Zynq SoC FPGA, direkt integrierte Wireless-Konnektivität und 154 I/Os, davon 100 frei programmierbar: Das Snickerdoodle vom Startup Krtkl (gesprochen "Critical") will Entwickler ansprechen, denen die Möglichkeiten eines Arduino oder Raspberry Pi nicht ausreichen.
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Die meisten linuxbetriebenen Einplatinenrechner sollen Anwendern den Einstieg in Programmierung vereinfachen, besitzen aber eine relativ starre wenig Möglichkeien zur Konfiguration der Hardware. Mit dem Snickerdoodle bietet das Startup Krtkl nun per Crowdfunding-Aktion Entwicklern einen voll einsatzfähigen Minicomputer, der neben den üblichen Programmiereigenschaften von Raspberry Pi & Co. zusätzlich die Flexibilität eines FPGAs liefert.

Die Basisversion der Snickerdoodle genannten Entwicklungsplattform basiert auf einem Xilinx Zynq 7010 SoC-FPGA mit einem auf 667MHz getakteten Dual-Core ARM Cortex A9 Prozessor und 430.000 Logikgates/17.600 LUTs (Look-Up-Tables). Auf dem Board selbst sind WiFI- und Bluetooth-4.0-Module bereits integriert. Hinzu kommen 512 MByte an DRAM und 154 I/O-Optionen, von denen 100 frei konfigurierbar sind. In der Minimalausführung kostet das Board 55 US-$ (zuzüglich 5 US-$ für den Versand nach Europa), was in etwa dem Preis eines Raspberry Pi 2 mit zusätzlichem WiFi-Modul entspricht.
Zusätzlich bietet Krtkl die Möglichkeit, das Snickerdoodle weiter aufzurüsten. Das Board kann alternativ mit dem Zynq-7020-Chipsatz geliefert werden, der neben einer schnelleren CPU mit 866 MHz auch einen größeren Programmierbarkeitsumfang (1,3 Millionen Logikgates/53.200 LUTs und 179 I/Os) bietet. Optional sind auch 1GByte an Arbeitsspeicher oder Dual-Band-WiFi (2,4GHz und 5 GHz) per Aufpreis verfügbar. Ein voll aufgerüstetes Snickerdoodle kostet 150 US-$, was für ein FPGA-basiertes Entwicklungsboard immer noch sehr günstig ist.

Alle Fassungen des SBC verfügen zudem über 16MByte on-board Flash-Speicher, der sich per microSD-Karte auf 200 GByte erweitern lässt. Ebenfalls zur allgemeinen Ausstattung zählen unter anderem 2x Gigabit Ethernet, 2x CAN, 2x I2C, SPI, UART, USB 2.0 und JTAG-Konnektivität über Board-Header.
Laut Krtkl soll Anwendern die Konfiguration der Hardware möglichst einfach gemacht werden, selbst wenn diese nicht über Verilog- oder VHDL-Kentnisse verfügen. So besteht etwa die Möglichkeit, eine Reihe vorkonfigurierter Hardware-Builds aus einer Smartphone-App herauszusuchen und per WiFi zu implementieren. Ebenso wird das Snickerdoodle durch die grafische Design Suite Vivado WebPACK von Xilinx unterstützt.
Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 21. November 2015. Sollte die angestrebte Finanzierungssumme von 55.000 US-$ erreicht werden, plant Krtkl, die ersten Exemplare des Snickerdoodle im März 2016 ausliefern zu können.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Crowdfunding-Projekts: www.crowdsupply.com/krtkl/snickerdoodle.
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