Elektronische Schaltungen

Digital Bandwidth Interleaving macht Oszilloskope fit für die Zukunft

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Oszilloskop erfasst unteres und oberes Frequenzband

Das Konzept nutzt dabei die gleichen Grundlagen wie es in jedem Radioempfänger angewendet wird. Als Ergebnis können nun sowohl das untere wie auch das „verschobene“ obere Frequenzband von dem Oszilloskope erfasst und digitalisiert werden. Nach der Erfassung werden beide Frequenzbänder mittels Signalverarbeitung wieder zusammengesetzt.

Hierzu wird das heruntergemische Frequenzband mit Hilfe einer synthetischen Kopie des Oszillators wieder in den ursprünglichen Frequenzbereich verschoben. Das zweite Seitenband, welches beim digitalen Mischen entsteht, wird durch die Signalverarbeitung unterdrückt. Nun können die beiden Frequenzbänder wieder zu einem Frequenzbereich zusammengesetzt werden, welcher nahezu doppelt so groß ist wie der Frequenzbereich eines einzelnen Oszilloskop-Kanals.

Rauschen tritt bei DBI nicht auf

Ein wichtiger Punkt bei DBI ist die Tatsache, dass jedes Frequenzband innerhalb des Frequenzbereichs des jeweiligen Kanals liegt, der es erfasst. Die digitale Signalverarbeitung (DSP) wird ausnahmslos dazu verwendet, das Signal wiederherzustellen. Die Bandbreite eines Kanals wird durch DSP in keiner Weise erhöht. Das bedeutet, dass typische Probleme der Bandbreitenerweiterung durch DSP wie stärkeres Rauschen bei Oszilloskopen mit DBI-Technologie nicht auftreten.

Die DBI-Technologie wird durch zwei Entwicklungen möglich: Als erstes sind hier Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit von Mikrowellen und HF-Technologien zu sehen. Eine neue Generation Verstärker mit hoher Bandbreite, Mixer, Dämpfungselemente oder Filter können die notwendige Amplitudengenauigkeit erzielen, um im Bereich der Signaleingänge bei Echtzeit-Oszilloskopen zum Einsatz zu kommen.

Genauso wichtig sind deutliche Verbesserungen in der Geschwindigkeit in der digitalen Signalverarbeitungen. Durch den Einsatz von maximaler Signalverarbeitungsleistung wurde das DSP gelöst. Die Herausforderung bestand darin, die komplexen Routinen zu entwickeln und zu implementieren, die in den automatisierten Testsystemen eingesetzt werden, um die Geräte zu kalibrieren.

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