Leiterplatten-Routing

Dieses Routing ist automatisch und interaktiv zugleich

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Der Snake Router hilft beim Escape-Routing

Die CPUs von Intel für mobile Anwendungen waren die ersten, die statt einer orthogonalen Anordnung von Balls unter einem BGA eine hexagonale Anordnung (gestaggert) verwendet haben. Diese hexagonale Anordnung der Anschlusspunkte des ICs ermöglicht eine höhere Anzahl von Pins bei gleichem Formfaktor. Die Abstände und Leiterbahnbreiten unter dem BGA sind für differentielle Paare mit sehr engen Toleranzen versehen.

Ein manuelles Escape-Routing im 45-Grad-Modus ist sehr schwierig. Mit Hilfe des Snake Routers kann das Escape-Routing im Bereich eines Hex-Pin-Felds realisiert werden. Durch einfaches Klicken auf die Punkte an denen die Richtung geändert werden soll (Zwischenziele), wird die Leitung zwischen den angeklickten Punkten regelkonform verlegt.

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Methode des auto-interaktiven Delay Tune (AiDT )

Bei seriellen Schnittstellen wie z.B. DDR3 müssen mehrere Signale nebeneinander mit gleicher Länge (matched length) verlegt werden. Die Längenanpassung wird durch Mäander-Strukturen umgesetzt. Mit der AiDT-Routing-Funktion sucht sich die Software die optimale Verbindung als Target und versucht alle anderen genauso lang zu entflechten wie das Target. Dabei darf der Algorithmus benachbarte Leitungen nur soweit wie nötig zur Seite schieben, um Platz für Mäander zu schaffen.

Über Einstellungen kann der Anwender vorgeben, wo und wie die Mäander platziert werden sollen. Die Mäanderform lässt sich über Parameter steuern, um beispielsweise das Übersprechen oder andere unerwünschte Effekte zu vermeiden. AiDT gleicht Laufzeitverzögerungen automatisch im Layout aus.

Wie das auto-interaktive Phase Tune (AiPT) funktioniert

Das Prinzip eines differentiellen Signals beruht darauf, dass eine Information über zwei Leitungen (Plus/Minus) übertragen wird und die eigentliche Signalinformation aus der Differenz der beiden Werte besteht. Das hat den Vorteil, dass Störungen auf der Übertragungsstrecke auf beide Leitungen gleich einwirken aber keinen Einfluss auf die Differenz am Empfänger haben. Dies bedingt, dass kein Phasenversatz zwischen dem positiven und negativen Signal besteht.

Durch Richtungsänderungen im oder gegen Uhrzeigersinn ändert sich die Leitungslänge der äußeren gegenüber der inneren Leitung. Bei Frequenzen ab 1 GB/s müssen nach der „Kurve“ sogenannte Bumps als Leitungsverlängerung auf der inneren Leitung eingefügt werden. Automatische Längenänderungen im Bereich des Gatherpoints (dort wo beide Signale im Bereich der Pins zusammenlaufen) sind ebenso möglich. Hierzu zählen die Verschiebung des Gatherpoints sowie das Verkürzen bzw. Verlängern der Leitungsteilstücke vom Gatherpoint bis zum Pin zur Phasenkompensation.

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