Automatisierung Diese fünf Trends beeinflussen die industrielle Automatisierung 2025

Von Margit Kuther 3 min Lesedauer

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In der industriellen Automatisierung startet 2025 eine neue Ära. Nach der Sinic-Theorie von Omron folgt auf die Optimierungsphase jetzt mehr Autonomie. Systeme arbeiten zukünftig nicht nur optimal und effizient, sondern entwickeln auch die Fähigkeit zur Selbstregulation, zum kontinuierlichen Lernen und zur eigenständigen Entscheidungsfindung.

(Bild:  Clipdealer)
(Bild: Clipdealer)

Welche Aspekte spielen bei der weiteren industriellen Automatisierung im Jahr 2025 und darüber hinaus eine zentrale Rolle? Omron listet fünf entscheidende Trends auf:

  • 1. Vorhandene Daten geschickt nutzen: Die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) gehört zu den bedeutenden Entwicklungen in der Industrie. Datenbasiert werden Unternehmen automatisch und proaktiv auf den drohenden Verschleiß von Bestandteilen einzelner Maschinen und Anlagen aufmerksam gemacht, um frühzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Im Ergebnis reduziert das Ausfallzeiten und verbessert die betriebliche Effizienz. Durch die Analyse gesammelter Daten können intelligente Systeme zudem selbständig Anpassungen vornehmen und in der Folge bestehende Produktionsprozesse optimieren. Auf diese Weise nehmen Produktivität und Effizienz weiter zu.
  • 2. Adaptive Systeme für eine intelligente Fertigung: Aufgrund der Komplexität und Vielfalt heutiger Produktionsumgebungen erfordert moderne Fertigung adaptive Systeme, die flexibel auf wechselnde Bedingungen reagieren. Es kommt darauf an, automatisch Echtzeit-Daten von Maschinen und Anlagen zu überwachen und bei Bedarf direkt Parameter anzupassen. Insgesamt gewährleistet das eine optimale Leistung und eine hohe Produktqualität und -konsistenz. Ein Beispiel: In der Halbleiterfertigung können adaptive Systeme in Echtzeit auf der Mikroebene auftretende Fehler erkennen und anschließend beheben, um die Ergebnisse zu verbessern und den Ausschuss zu reduzieren. Gerade bei der Qualitätssicherung repräsentieren solche Systeme die Zukunft der Fertigung.
  • 3. Co-Creation als wichtiger Innovationsmotor: Branchenübergreifend entspringen Innovationen häufig der Zusammenarbeit und gemeinsamen Entwicklung von Unternehmen, akademischen Einrichtungen und Kunden. Diese Co-Creation führt zu Verbesserungen und neuen Lösungen, die den Bedürfnissen eines Marktes und der Gesellschaft genau entsprechen. Auch bei der industriellen Automatisierung treiben solche Kooperationen die technologische Entwicklung weiter voran. Fähigkeiten und Erkenntnisse verschiedener Partner werden zur Förderung von Innovationen kombiniert. Dieser Ansatz geht weit über die jeweiligen Möglichkeiten der einzelnen Beteiligten hinaus.
  • 4. Steigerung der Nachhaltigkeit durch mehr Energieeffizienz: In der Industrie stehen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Dabei verspricht unter anderem die innovative Technologie rund um Galliumnitrid (GaN) einen großen Fortschritt. Sie stellt eine Alternative zu den herkömmlichen siliziumbasierten Halbleiter-Leistungsbauelementen industrieller Systeme dar. Die GaN-Technologie ermöglicht auf einer deutlich kleiner ausfallenden Stellfläche mehr Leistung. Zum Einsatz kommen daher miniaturisierte Komponenten, die weniger Energie benötigen und gleichzeitig die Wärmeentwicklung reduzieren. Außerdem wandelt die GaN-Technologie eingehende Energie mit minimalem Verlust um. All das hilft in der Fertigung und gerade im Bereich der industriellen Automatisierung dabei, die Nachhaltigkeit zu steigern.
  • 5. Völlige Transparenz schaffen: Die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in industrielle Systeme wirft ethische Fragen auf. Im Idealfall können Unternehmen automatische Entscheidungen ohne Probleme überprüfen und nachvollziehen. So behalten sie stets die Kontrolle über ihre Systeme und Prozesse. Transparenz bei KI-Entscheidungen sorgt zudem für Vertrauen aufseiten der eigenen Mitarbeiter, anderer Unternehmen und weiterer Stakeholder. Auf dieser Basis gelingt es, eine ethisch verantwortungsvolle Zukunft zu gestalten.

Mit Voranschreiten der autonomen Gesellschaft entwickelt sich auch die Art und Weise, wie die industrielle Automatisierung angegangen wird, grundlegend weiter. Predictive Maintenance, adaptive Steuerung und Co-Creation gestalten die Fertigung von heute um. Mit jeder Innovation, von der Echtzeit-Datenanalyse bis hin zur fortgeschrittenen Materialwissenschaft, lassen sich nicht nur Prozesse verbessern. Sie ermöglichen es Systemen auch, selbstständig zu denken, zu lernen und zu handeln. Gemeinsam müssen Player der Branche nun intelligentere, widerstandsfähigere Fertigungssysteme für eine komplexe, sich ständig verändernde Welt entwickeln. (mk)

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