Industrie 4.0 und IoT-Anwendungen bieten immer neue Optionen für die digitale Transformation. Dreh- und Angelpunkt für die rasante Entwicklung von IoT und Industrie 4.0 sind Cloud-basierte Lösungen.
Cloud-Solution von Garz & Fricke: Die Lösung, basierend auf GNU/Linux, bietet Kunden eine flexible Plattform.
(Bild: Garz & Fricke)
Im industriellen Umfeld verlagern immer mehr Betriebe ihre IT-gestützten Prozesse auf Cloud-Plattformen. Aus dem „Internet of Things“ (IoT) wird das „Industrial Internet of Things“ (IIoT). Wesentliche Bausteine dafür sind unter anderem moderne Hochleistungschips, mobile Anschlüsse und nicht zuletzt die klassische IT. Praxistaugliche Lösungen erfordern ein perfektes Zusammenspiel von Hardware, Software und Konnektivität. Nur dann kann die Umsetzung der digitalen Transformation eine Erfolgsgeschichte werden.
Individuelle Bedürfnisse adressieren
Dreh- und Angelpunkt für die digitale Transformation ist die Cloud. Neben klassischen Cloud-Angeboten drängen vermehrt spezifische Lösungen auf den Markt, die einen eigenen Kundenkreis mit individuellen Bedürfnissen adressieren. Seit dem Frühjahr 2020 mischt Garz & Fricke, Anbieter individueller Elektroniklösungen aus Hamburg, in diesem Markt mit. Dabei will sich Garz & Fricke nicht als neuer Cloud-Anbieter oder gar als Konkurrent zu den großen Cloud-Plattformanbietern aufstellen. Vielmehr soll die Cloud von Garz & Fricke einen Mehrwert zu den bestehenden Technologien und Produkten der Unternehmensgruppe bieten. „Mit unserem Lösungsmodell können unsere Kunden ihren eigenen Gerätepark vernetzen, verwalten, betreiben und Daten austauschen“, erklärt CTO Kai Poggensee.
Garz & Fricke hat sich als Anbieter von HMIs und Bezahlsystemen im Markt etabliert und liefert etwa Elektronik für Zigarettenautomaten inklusive zugehöriger Vernetzungstechnologie. Mit der „Garz & Fricke Cloud-Solution“ betritt das Unternehmen daher kein Neuland. „Vielmehr fließt viel Erfahrung in das Konzept ein, denn wir bieten ja bereits seit mehr als zwölf Jahren ein entsprechendes System an“, sagt Poggensee. „Früher bezeichnete man das als M2M oder Telemetrie, heute nennt man es Cloud.“ An der Entwicklung maßgeblich beteiligt war auch der zum Unternehmensverbund gehörende Applikations-Entwickler e-GITS.
Mit langjähriger Erfahrung punkten
So hat Garz & Fricke bereits in der Vergangenheit für Kunden eine Vielzahl von Installationen mit insgesamt über 100.000 verkauften Clients in seiner Telemetrielösung G&F Connect Tabak realisiert. Ein Beispiel dafür sind Verkaufsautomaten, die sich mit der hauseigenen Telemetrielösung des Anbieters zentral steuern und überwachen lassen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind in die Entwicklung der hauseigenen Cloud-Lösung eingeflossen.
Ausgehend von dem individuellen Telemetrieprodukt für den Tabakwarengroßhandel entwickelte das Unternehmen eine vielseitig einsetzbare Lösung. Sie basiert auf einem universellen HMI-Produkt, das sich flexibel für unterschiedliche Anwendungsumgebungen nutzen lässt und um eine Sicherheitslösung ergänzt wurde. Die „Garz & Fricke Cloud-Solution“ bietet den Kunden eine Plattform, mit der sie ihre Branchenlösungen problemlos betreiben können. Um eine möglichst flexible Lösung mit einem hohen Einsatzradius zu bieten, basiert das System auf GNU/Linux, kann aber auch mit Android eingesetzt werden. Auch eine Portierung auf Windows IoT ist angedacht.
Die Hardware der hauseigenen Produkte bietet einen sicheren Speicher, ein sogenanntes Secure-Element für Schlüssel und Zertifikate, sodass Kunden eine hohe Sicherheitsgarantie haben. Der Aspekt der Sicherheit spielt gerade in Branchen, in denen mehrere zehntausend Clients in geschäftsrelevante Lösungen eingebunden sind, eine zentrale Rolle. Deshalb legte die Entwicklungsabteilung von Garz & Fricke für die hauseigene Cloud-Lösung einen besonderen Fokus auf diesen Bereich. Mittelfristig ist die „Garz & Fricke Cloud-Solution“ für alle Gerätetypen der Unternehmensgruppe, zu der auch der Prozessormodul-Spezialist Keith & Koep gehört, einsetzbar.
Serverdienst und Middleware auf der Client-Seite
Die angebotene Cloud-Lösung bietet neben dem reinen Serverdienst auch die Middleware auf der Client-Seite sowie ein entsprechend anpassbares Management-Interface. Für die Anwendungen des Kunden stellt die Middleware APIs bereit, in denen sich Datenpunkte einrichten lassen. Die Daten werden dann mittels Standardprotokollen wie MQTT, abgesichert über OpenSSL, in das Rechenzentrum von Garz & Fricke übertragen oder via dem hauseigenen Cloud2Cloud-Connector direkt in die Datenbanken des Kunden durchgeschleust.
Dies ermöglicht einen sicheren Datenaustausch, weil der gesamte Kanal vom Gerät in die Cloud durchgängig gesichert ist. Interoperabilität ist somit hergestellt und für den Kunden bedeutet es, dass vier Garz-&-Fricke-Geräte mit dem fünften Gerät, das nicht vom Unternehmen stammt, zusammenarbeiten können. „Wir wollen ein Vendor-Lock-in vermeiden, weshalb wir mit unserem Cloud2Cloud-Connector einen flexiblen Ansatz bieten“, erklärt Poggensee.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Cloud-Lösung mit Mehrwert wie dem Kartenlesegerät KarL4
Am hauseigenen Kartenlesegerät KarL4 lässt sich der Mehrwert der Cloud-Lösung gut demonstrieren. Das Produkt erlaubt die Zahlung mit der „girocard kontaktlos“. In Verbindung mit der Cloud von Garz & Fricke eröffnet das Kartenlesegerät neben der eigentlichen Funktion weitere Vorteile für den Betreiber. Bei Bezahlgeräten ist ein Bezahlkanal vorgeschrieben, der unabhängig von anderen Systemen laufen muss. Dafür wird ein Softwarestack, ein Protokoll und eine Sicherung installiert, die nach den Vorgaben der Deutschen Kreditwirtschaft zertifiziert sind.
Bezahlvorgänge innerhalb eines Automatennetzwerks laufen somit nicht über die Cloud, sondern über die Systeme der Deutschen Kreditwirtschaft. Über die Cloud lassen sich allerdings Metadaten erfassen, natürlich ohne den gesamten Vorgang zu duplizieren und mitzuloggen. Der Kunde erhält so etwa Informationen darüber, ob eine Zahlung erfolgreich abgewickelt oder ob eine bestimmte Menge an Waren ausgelöst wurde.
KarL4: das Kastenlesegerät erlaubt die Zahlung mit der „girocard kontaktlos“
(Bild: Garz & Fricke)
In der Cloud lassen sich zahlreiche unterschiedliche Applikationen nutzen sowie eine Vielzahl von Daten verwalten. Bei einem Einsatz im Flottenmanagement kann beispielsweise der Beladungsstatus eines Fahrzeugs oder der Servicebedarf ermittelt werden. Das erleichtert die Planung von Touren sowie die ökonomische und ökologische Beladung der Fahrzeuge.
Auch in der Fläche installierte Verkaufsautomaten sind über die Cloud einfacher überwach- und verwaltbar. Die Lösung überprüft deren Funktionsstatus, stellt fest ob die Befüllung mit neuer Ware notwendig ist, oder ob eine Wartung respektive Reparatur ansteht. Softwareanpassungen kann der Kunde über seine Cloud-Managementsoftware eigenständig vornehmen oder in anderen Geräten neuen Content remote ausrollen.