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Mit stereoskopischer Bilddarstellung zu 3-D-Displays
Das auch bei Dual-View-Displays verwendete Prinzip der „Parallaxebarriere“ (s. „Mehrfach-Displays“) macht man sich bei der Herstellung von Displays zunutze, die stereoskopische Bilder darstellen können. Das optische Konzept zur dreidimensionalen Bilddarstellung ist seit einem knappen Jahrhundert bekannt. Im Dezember 2007 hat Japan das 3-D-Fernsehen offiziell aus der Taufe gehoben und auch die Europäische Union will mit einem Programm bis 2013 das mobile 3-D-Fernsehen auf Mobiltelefonen und PDAs fördern.
Aber auch andere Märkte und Applikationen orientieren sich in Richtung stereoskopische Bilddarstellung. Das ist natürlich der große und lukrative Markt für Spiele und Unterhaltung, aber auch die Werbung, die Hersteller von CAD-Hard- und Software und nicht zu vergessen die Unternehmen der Medizintechnik.

NEC-LCD-Technologies hat für solche Anwendungen eine Technologie entwicklet, die unter dem Namen HDDP-Struktur dreidimensionale Bildbetrachtung ohne weitere Hilfsmittel ermöglicht. HDDP steht für „horizontally double density pixel“. Bild 2 erläutert das Funktionsprinzip der HDDP-Displays. Wie der Begriff „doppelte Pixel-Dichte in horizontaler Richtung“ erahnen lässt, besteht die Struktur eines solchen Displays aus horizontalen Streifen mit RGB-Farb-Sub-Pixeln, bei denen jedes Pixel aus drei Sub-Pixeln besteht, die als horizontale Streifen angeordnet und der Länge nach halbiert sind. Dadurch verdoppelt dieses LCD mit seiner Struktur die horizontale Auflösung im Vergleich zu 3-D-LCD-Modulen, die auf vertikalen Streifenpixeln basieren.
Dieses Prinzip ermöglicht es dem Display, dreidimensionale Bilddaten anzuzeigen, die abwechselnd durch Pixel für das rechte und linke Auge angezeigt werden. Darüber hinaus lassen sich auch 2-D-Bilder mit der gleichen Auflösung darstellen, wenn identische Daten an benachbarten Pixeln angelegt werden. Auch die gleichzeitige Darstellung von zwei- und dreidimensionalen Bildinhalten.
Flexible TFT-LCD-Module/Plastik-Displays
Transparenter Kunststoff, der biegsamer, dünner und robuster als herkömmliches Glas ist, wird zur Herstellung neuartiger, flexibler und vollfarbiger Displays verwendet. Im Vergleich zu herkömmlichen Anzeigen werden Gewicht und Bautiefe der Module damit um ein Drittel reduziert.
Verschiedene Halbleiter-Oxide (ZnO, SnO2 oder In2O3) konnten erfolgreich als Channel-Material in Dünnfilm-Transistoren eingebracht werden. Statt herkömmlichem Glas wird Niedrigtemperatur-PET (Polyethylen-Terephthalat) als rückwärtiges Substrat für das Display verwendet. Das Ergebnis sind sehr leichte, ultradünne und biegsame Anzeigeelemente, deren Größe allerdings derzeit noch auf etwa 5" oder 13 cm in der Diagonalen begrenzt ist.
Größere Displays sind in Vorbereitung und die Anwendungsgebiete liegen auf der Hand: Durch Ihre Flexibilität und Schockbeständigkeit eignen sich Kunststoff-Displays perfekt für Mobiltelefone, PDAs, Navigationsgeräte, digitale Fotoapparate, aber auch für Laptops und Subnotebooks – in naher Zukunft vielleicht auch als Ersatz für reguläre Fotoabzüge oder als „tragbare“ Displays, eingearbeitet in Kleidungsstücke und Arbeitsanzüge.
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