LCD-Technologien

Die nächste Generation von TFT-LCD-Modulen

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Mit E-Paper zu elektronischen Büchern

Elektronisches Papier oder E-Paper ist eine Displaytechnologie, die herkömmlichen Druck auf Papier imitiert. Anders als traditionelle Flachdisplays, die mit einer Hinterleuchtung arbeiten, reflektiert das E-Paper Umgebungslicht, ähnlich wie richtiges Papier. Text und Grafik werden ohne Leistungsaufnahme dauerhaft dargestellt, lediglich um den Bildinhalt neu zu schreiben wird bei diesen bistabilen Displays eine Spannung an den Zeilen- und Spaltentreibern benötigt.

Erstmalig wurde E-Paper in den frühen 1970er-Jahren in den Labors der Firma Xerox entwickelt. Heutzutage gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen mit unterschiedlichen Technologien, die E-Paper entwickeln und herstellen. Ansätze gehen in die Richtung, Transistoren aus organischem Material auf flexibles Substrat aufzubringen bis hin zu dem Versuch, klassisches Papier dafür zu verwenden.

Andere Lösungen basieren auf cholestrischen LCDs. Einfache farbige E-Paper-Variationen bestehen aus dünnen optischen Filtern, die mit den erwähnten monochromen Technologien kombiniert werden. So unterschiedlich die Technologien und Lösungsvorschläge sind, so haben letztendlich doch alle mit den gleichen grundlegenden Herausforderungen zu kämpfen:

  • Tinte oder anderes aktives Material zu entwickeln,
  • eine Methodik zur Umkapselung der Tinte,
  • Elektronik zur Aktivierung und Steuerung der Tinte

Die Art und Weise, wie das Tintenmaterial umschlossen und mit dem TFT-Substrat kombiniert wird, ist der maßgebliche Unterschied zwischen den derzeitigen E-Paper-Varianten. Diese Prozesse sind sehr komplex und sorgfältig gehütete Geheimnisse.

E-Paper ist wesentlich angenehmer abzulesen als herkömmliche LCD-Darstellungen. In erster Linie liegt das am stabilen Bildinhalt, der nicht permanent neu geschrieben wird, an weiteren Blickwinkeln und daran, dass Umgebungslicht statt künstlicher Hinterleuchtung genutzt wird. Anwendungen sehen wir in so genannten E-Books, in elektronischen Preisschildern für Supermarktregale oder in Fahrplantafeln.

Natürlich haben auch E-Paper Nachteile. Eine brauchbare, zufriedenstellende Farbdarstellung ist derzeit nicht möglich. Auch die Bildwiederholraten sind im Vergleich zu klassischen LCDs sehr schlecht. Damit lässt sich E-Paper nicht in anspruchsvollen, interaktiven Applikationen nutzen. Diesen Nachteil kompensiert NEC durch die Kombination gängiger E-Paper-Technologie mit der Ansteuerelektronik klassischer Industrie-TFT-Module. Im Ergebnis zeigen sich Bildwiederholraten zwischen 0,2 und 2 s – fast 70% schneller als bisherige Techniken.

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