EMV-Praxisworkshop Die EMV-Praxis am Versuchstisch – Störungen verstehen, analysieren und eliminieren

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist für den Projekterfolg von entscheidender Bedeutung. Doch Termindruck und Normanforderungen bremsen oft aus. Wie die EMV dennoch gelingen kann, zeigt unser Referent in seinem Workshop Ende September in Würzburg.

Elektronische Schaltungen müssen bestimmten Normanforderungen genügen. Unser Referent des EMV-Praxisworkshops am 29. September in Würzburg geht auf leitungsgebundene EMV-Emissionen sowie EMV-Störfestigkeit ein.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Elektronische Schaltungen müssen bestimmten Normanforderungen genügen. Unser Referent des EMV-Praxisworkshops am 29. September in Würzburg geht auf leitungsgebundene EMV-Emissionen sowie EMV-Störfestigkeit ein.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) entscheidet heute über Erfolg oder Scheitern jeder Elektronikentwicklung. Während Funktionalität und Performance im Fokus stehen, wird EMV oft erst am Ende des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Doch dann ist es oftmals zu spät. Moderne Elektronik arbeitet mit immer höheren Schaltfrequenzen und Leistungsdichten, wodurch EMV-Probleme exponentiell zunehmen. Gleichzeitig werden die normativen Anforderungen kontinuierlich verschärft. Für Entwickler bedeutet das: Ohne frühzeitige EMV-Betrachtung drohen kostspielige Redesigns, Terminverzögerungen und im schlimmsten Fall die Nichtzulassung des Produkts.

Ein praxisorientierter Workshop

In seinem Praxisworkshop Ende September in Würzburg zeigt Thomas Eichstetter, wie sich EMV-Probleme nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch am Versuchstisch auflösen lassen.(Bild:  Thomas Eichstetter)
In seinem Praxisworkshop Ende September in Würzburg zeigt Thomas Eichstetter, wie sich EMV-Probleme nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch am Versuchstisch auflösen lassen.
(Bild: Thomas Eichstetter)

Wenn ein Gerät in der EMV-Vorprüfung durchfällt, ist das für Hardware-Entwickler meist der Startschuss für eine zeitintensive Fehlersuche unter hohem Termindruck. Doch woher kommen die Störungen wirklich? In unserem praxisorientierten Workshop mit EMV-Experte Thomas Eichstetter lernen Sie, EMV-Probleme nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern sie auch am Versuchstisch systematisch zu lösen. Eichstetter ist ein erfahrener Dozent und Experte auf dem Gebiet der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV).

Auf dem Fachkongress Power of Electronics am 29. und 30. September in Würzburg können interessierte Teilnehmer in zwei Modulen sich zu den Themen EMV-Emissioinen und EMV-Störfestigkeit informieren. Im ersten Modul „Die Rettungsmission – Leitungsgebundene EMV-Emissionen“ steht die Live-Analyse eines DC/DC-Wandlers im Fokus. Die Teilnehmer erleben hautnah mit, wie ein zunächst nicht erfolgreiches Design Schritt für Schritt optimiert wird. Dabei erhalten sie präzise Einblicke in den Prüfaufbau mit Netznachbildung (LISN) und lernen die messtechnische Trennung von Gegentakt- und Gleichtaktstörungen kennen. Ein direkter Methodenvergleich zwischen LISN und Stromkoppelzange zeigt effiziente Wege für die praktische Fehlersuche auf. Besonders spannend wird der Live-Einbau von Filterelementen an unterschiedlichen Stellen sein, da direkt sichtbar wird, welches Bauteil gegen welche Störart wirkt und warum die Platzierung über den Erfolg entscheidet.

Störungen gezielt einkoppeln

Das zweite Modul „EMV-Störfestigkeit unter Kontrolle“ stellt die Robustheit der Elektronik auf die Probe, wenn Störungen gezielt eingekoppelt werden. In der TEM-Zelle können Teilnehmer beobachten, welche Effekte auftreten, wenn Leistungselektronik durch gezielte Einkopplung außer Tritt gerät. Mit der Schnüffelsonde werden kritische Stellen im Design aufgespürt – Teilnehmer können selbst messen und nachvollziehen, welche Bereiche wie Displays, Temperaturmessungen oder Steuerungssignale besonders empfindlich reagieren. Daraus werden konkrete Strategien abgeleitet, um die Störfestigkeit bereits in der Entwicklungsphase gezielt zu prüfen und zu verbessern.

Damit nicht alles bei grauer Theorie bleibt, haben die Teilnehmer in interaktiven Praxisphasen in den Pausen die Möglichkeit, an den Versuchstischen selbst aktiv zu werden, Messungen durchzuführen und die Ergebnisse direkt mit dem Experten zu diskutieren. Thomas Eichstetter ist anerkannter EMV-Spezialist und erfahrener Dozent, der in seinen Schulungen fundiertes Fachwissen durch die Verbindung theoretischer Grundlagen mit praxisnahen Beispielen aus der industriellen Anwendung vermittelt.

Video: Wer ist Thomas Eichstetter?

Call for Papers Power of Electronics 2026

Experten aus Industrie, Forschung und Lehre sowie erfahrene Anwender von Komponenten-Herstellern, Leistungselektronik-Experten, Experten für Akku- und Ladetechnologie sowie Stromversorgungs- und Schaltnetzteile-Spezialisten sind eingeladen, ihr Know-how weiterzugeben sowie neue Erkenntnisse und Konzepte zu präsentieren. (heh)

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