Anbieter zum Thema
Eine völlig dezentrale Netzlösung
Im Unterschied zu anderen intelligenten Netzlösungen, arbeitet GridSense völlig dezentral. Anstatt Informationen von mehreren Messpunkten im Netz an eine Leitstelle zu senden, die dann den Netzbetreiber über die Netzprobleme informiert, der daraus notwendige Schaltbefehle ableitet, erhebt GridSense die notwendigen Informationen direkt am Endgerät. Das Versenden riesiger Datenmengen wird dadurch unnötig. Der Netzbetreiber ist zudem von der Aufgabe befreit, regelmäßige zentrale Schaltbefehle auszulösen.
GridSense arbeitet selbständig, weil es aus den Informationen, die es erhält, eigenständige Schlüsse ziehen kann. Gemeinsam mit der „Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana“ (SUPSI) hat Alpiq verschiedene Algorithmen entwickelt, die den Kern der Technologie bilden.
Auf Basis von Informationen über die Netzbelastung, den Stromverbrauch und das Benutzerverhalten, Wetterprognosen und Stromtarife berechnen die Algorithmen den optimalen Zeitpunkt für das Laden der Geräte. Um vorausschauend planen zu können, versucht der Algorithmus zudem beim Energieverbrauch einen typischen Wochentag und ein typisches Wochenende über die letzten drei Monate zu erkennen. Ausgehend von diesem Rhythmus kann dann vorhergesagt werden, wann der Hausbesitzer Warmwasser benötigt oder sein Elektrofahrzeug auflädt.
Infrastrukturen
Was steckt hinter dem Internet der Dinge?
Je mehr Haushalte in einem Wohnquartier mit GridSense ausgestattet werden, desto mehr dezentrale Energie lässt sich abfangen. Haushalte, die selber nicht über eine PV-Anlage verfügen, nutzen dann den überschüssigen PV-Strom aus den Nachbarhäusern einfach mit.
Einfach installieren an bestehende Geräte
GridSense kann als Plug-On-Lösung an bestehende Geräte montiert werden. Es gibt aber auch vom Hersteller vorkonfigurierte Hausgeräte. Bereits heute wird die Lösung für die Wärmepumpe, die Ladestation der Elektrofahrzeuge, die Hausbatterie und den Elektroboiler angeboten.
Gegenüber anderen Eigenverbrauchslösungen weist GridSense einen entscheidenden Vorteil auf: Da die Spannung direkt am Endgerät gemessen wird, ist keine aufwändige Kommunikations- oder Steuerungsinfrastruktur notwendig. Das macht GridSense besonders einfach zu installieren und kostengünstig.
Innerhalb eines Hauses kommunizieren die Geräte über Powerline-Communication (PLC). Das befähigt sie, sich untereinander abzustimmen und das Maximum der Sonnenenergie zu nutzen.
(ID:44071595)