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Weltmarkt wächst langfristig

Es wird erwartet, dass das aktuelle Jahr weltweit einen Umsatzrückgang von 0,9% auf knapp 333 Milliarden Dollar bringt. Im Jahr 2016 wird mit einer geringen Umsatzsteigerung von 2% auf über 339 Milliarden Dollar gerechnet. „Der Halbleitermarkt hat sich mittlerweile zu einem sogenannten ‚erwachsenen Markt‘ entwickelt, sagte zur Verth“. Dessen Wachstumsraten seien im Wesentlichen von neuen Applikationen und der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Das Wachstum liege dabei seit 2012 im Durchschnitt bei knapp 5% pro Jahr.
Generell gesprochen ist der Raum Asien/Pazifik auch im Jahr 2015 mit fast 60% Weltmarktanteil weiterhin die umsatzstärkste Region, wovon alleine auf China mittlerweile knapp die Hälfte des Anteils entfällt. Der Anteil der zweitstärksten Region Amerika ist nur sehr leicht gewachsen und stabilisiert sich bei ca. 20%. Japan und Europa stellen mit einem Marktanteil von jeweils weniger als zehn Prozent die umsatzschwächsten Regionen dar. Europa, dessen Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken ist, hat jedoch gute Chancen, sich auf dem niedrigen Niveau von rund zehn Prozent zu stabilisieren.
Obwohl sich in diesem Jahr der chinesische Markt etwas abgekühlt hatte, drängt China auf eine kräftigere globale Position. Nach verschiedenen Meldungen plant die staatlich unterstützte chinesische Unternehmensgruppe „Tsinghua Unigroup Ltd“ durch Zukäufe in Höhe von 200 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 44 - 45 Milliarden Euro) einen neuen Player in der Halbleiterproduktion aufzubauen. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, würde dies das Unternehmen schlagartig zum drittgrößten Chiphersteller der Welt machen. Dies fügt sich ein in eine lange Reihe an Firmenakquisen, die dieses Jahr in der Industrie stattgefunden haben.
Rekordwert bei den Aquisitionen
2015 war in Sachen Transaktionsvolumen ein Rekordjahr in der Halbleiterindustrie: Für Firmenverschmelzungen oder Übernahmen wurden in diesem Jahr über 130 Milliarden US-$ umgesetzt. Allein bis Oktober 2015 wurden demnach mehr als das 2,5fache für Fusionen bzw. Akquisitionen ausgegeben als im gesamten Jahr 2014, obwohl die reine Anzahl dieser Transaktionen mit 276 im Vergleich zum Vorjahr (369) vergleichsweise gering war.
Diese Summe liegt weit über dem üblichen Niveau der Industrie. Zuletzt hatte es um das Jahr 2000 ein Transaktionsvolumen von mehr als 100 Milliarden US-$ gegeben.
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