Internet-Marketing Deutsche sind Facebook-Verweigerer

Redakteur: Margit Kuther

Verschlafen die Deutschen Social Networking? Bei der Nutzung von Facebook & Co. liegen deutsche Firmen im Ranking von 15 Industrienationen abgeschlagen auf Platz 13.

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(Bild: TNS Infratest)
(Bild: TNS Infratest)

Im Gesamtranking der Studie „Monitoring-Report Deutschland Digital 2011“ von die TNS Infratest, die 23 Kriterien umfasst, erreicht Deutschland mit Schweden den 6. Platz. Immerhin einen Rang besser als im letzten Jahr. Gewinner des Gesamtrankings ist Südkorea, gefolgt von den USA, Großbritannien, Dänemark und Japan.

Die 14 wichtigsten Wettbewerbsländer in Europa sind: Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, in Asien: China, Japan, Südkorea und Indien sowie die USA.

Internetnutzung in der Bevölkerung und von Unternehmen

Ende 2010 waren nach den Erhebungen der International Telecommunications Union (ITU) 2,08 Mrd. Menschen weltweit online. Somit verfügten gut 30% der Weltbevölkerung über einen Internetzugang. 71% der Bevölkerung in den Industrieländern und 21 % der Bevölkerung in den Entwicklungsländern surfen im Internet.

(Bild: TNS Infratest)
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Die Internetnutzung in der Bevölkerung hat in den 15 TNS-Benchmark-Ländern um 2,8 Prozentpunkte zugenommen. Im Ranking bleibt Norwegen mit 93,4 Prozentpunkten Spitzenreiter, gefolgt von den Niederlanden mit einer Penetrationsrate von 90,7% und Schweden mit 90%. Deutschland belegt mit 81,9% Rang 8. Immerhin planen 3,3% der deutschen Offliner, das Internet 2012 zu nutzen.

Nur auf Rang 11 kommen deutsche Unternehmen bei der Nutzung des Internets für geschäftliche Zwecke. Hier führen Schweden, Südkorea, Großbritannien und die USA. Schlusslichter sind mit Platz 12 bis 15 China, Indien, Spanien und Italien.

(Bild: TNS Infratest)
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Weltweit wird das Internet am häufigsten für die Informationssuche (42%) genutzt, 36% schreiben oder versenden E-Mails, verwenden Suchmaschinen oder kaufen ein. 22% sind in sozialen Netzwerken aktiv. Allerdings sind die Aktivitätsschwerpunkte der Nutzer im Internet nach Ländern unterschiedlich.

84 Prozent der Deutschen nutzen das Internet für E-Mails

Die zehn Aktivitätsschwerpunkte deutscher Internetnutzer liegen laut „ARD/ZDF-Onlinestudie 2010“ seit Jahren unverändert im Bereich der Kommunikation und Information.

Der „ARD/ZDF-Onlinestudie“ zufolge nutzen 84% der deutschen Onliner ab 14 Jahren das Internet mindestens einmal wöchentlich zum Senden und Empfangen von E-Mails. 83% ziehen mindestens einmal in der Woche Suchmaschinen zu Rate. Es folgen die zielgerichtete Suche nach Angeboten mit 47%, das Surfen im Internet mit 44%, das Homebanking mit 33% und Online-Gemeinschaften mit 32%.

Beim Homebanking gibt es die größten Unterschiede nach Geschlecht: Während 39% der Männer Homebanking betreiben, sind es erst 27 Prozent der Frauen. Frauen dominieren nur in einer Online-Anwendung, und zwar bei der Nutzung von Online-Communities. Hier liegen sie mit 35% vor den männlichen Online-Nutzern (30%).

Bei der mobilen Internetnutzung ist Italien führend in Europa

Bei der mobilen Internetnutzung übernehmen auch im Jahr 2010 die asiatischen Länder eine Vorreiterrolle. Spitzenreiter ist Japan, wo 87,5 Prozent der Bevölkerung auf das mobile Internet setzen. Mit einem Internetnutzer-Anteil von 85,6 Prozent folgt Südkorea. An dritter Position liegt Italien.

Deutschland positioniert sich im Ranking auf Platz 7. Der Anteil der mobilen Internetnutzer an der Bevölkerung hat sich binnen eines Jahres von 23,2 Prozent auf 28,4 Prozent erhöht. Nach den Ergebnissen von Enigma GfK 2011 greifen 10,6 Mio. deutsche Mobilfunknutzer im Alter von 14 bis 69 Jahren mit dem Handy auf das Internet zu.

6,9 Mio. beteiligten sich an dem Austausch von E-Mails. Es folgen das Abrufen von Wetterberichten (5,9 Mio.), das Tauschen von Fotos (5,6 Mio.), Internettransaktionen wie Downloads von Spielen, Musik, Klingeltönen oder von Handylogos (5,6 Mio.), Online Banking (1,9 Mio.) und Shopping (1,4 Mio.).

Die Nutzung des mobilen Internets dürfte zukünftig durch den Boom bei Smartphones rasant ansteigen. IDC erwartet, dass die weltweite Zahl der Smartphones 2011 um 55 Prozent auf 472 Mio. Geräte steigen wird. Bis 2015 soll sich diese Zahl auf 982 Mio. Geräte verdoppeln.

Deutsche, Finnen und Japaner verschmähen soziale Netzwerke

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