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Integrierte Versorgungseinheit und automatische Messrate
Ein zweiter Punkt ist die integrierte Versorgungseinheit für Nullflussstromwandler. Wahlweise kann der Leistungsanalysator mit der Option /PD bestellt werden. Dann besteht die Messlösung aus der festeingebauten Versorgungseinheit für sechs Nullflussstromwandler von LEM, was einen kompakten Aufbau ohne externe Versorgungseinheiten erlaubt. Zur Wahl stehen vorkonfektionierte Verbindungskabel zum direkten Stromeingang oder zum BNC-Stromsensoreingang.
Ein dritter Unterschied ist die Automatische Messrate (Auto Update Rate). Der WT1800E bietet neun festeinstellbare Messraten von 50 ms bis 20 s mit Genauigkeitsangaben. Hinzugekommen ist die automatische Messrate. Für die richtige Effektivwert- und Leistungsberechnungen muss mindestens eine volle Periode im Messfenster erfasst werden. Für die exakte Frequenzmessung werden 2,5 Perioden benötigt. In der Tabelle 2 wird dieser Zusammenhang erläutert. Bei Messungen mit unbekannten Drehzahlen, beispielsweise Anlauf- und Abbremsvorgängen oder bei fluktuierenden Anwendungen, ist die automatische Messrate die optimale Einstellung, wenn man sich auf eine lange, feste Messrate nicht festlegen will. Somit erkennt der Leistungsanalysator anhand der ermittelten Nulldurchgänge die Frequenzen und errechnet lückenlos die Effektiv- und Leistungswerte.
1000 Messungen in der Sekunde
Ein nächster Punkt sind die Messfunktionen. Die bisherigen Optionen /HS, /DT und /FQ werden beim WT1800E standardmäßig mitgeliefert. Die HS-High-Speed-Messung ermöglicht bis zu 1000 Messungen in der Sekunde. Sehr schnelle Änderungen innerhalb der Grundwelle beim Beschleunigen und Abbremsen, wie sie in der Elektromobilität oder Linearantrieben vorkommen, werden erfasst.
DT steht für Delta Transformation: Dabei werden bei mehrphasigen Systemen die nicht-mitgemessenen Werte rechnerisch ermittelt. Beispielsweise werden bei einer Messung mit Außenleiterspannungen (Dreieck-Verdrahtung) die Werte der Stern-Verdrahtung (Strangspannungen, Phasenleistungen und Neutralleiterstrom) berechnet. Mit der FQ-Funktion können standardmäßig bis zu zwölf (sechs Ströme und sechs Spannungen) Frequenzen gemessen werden.
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