Aufgeschraubt Der IBM PC Typ 5150
Fast genau vor 30 Jahren, nämlich am 12. August 1981, kündigte IBM seinen ersten Personal Computer an. Big Blue begründete damit einen Standard, der im Wesentlichen heute noch gültig ist. Wir erinnern an den Ur-PC.
Anbieter zum Thema

Da Apple und andere Hersteller bereits PCs auf den Markt gebracht hatten, stand Big Blue enorm unter Zeitdruck.
Das Entwicklerteam unter Don Estridge entschied daher, soweit wie möglich auf Technologie von Drittherstellern zu setzen.
Als CPU diente ein Intel-Chip, das Betriebssystem lieferte Microsoft. Legionen von IBM-kompatiblen Nachbauten waren die Folge.
Interessanterweise hatte IBM zunächst eine komplette Eigenentwicklung erwogen. Dies hätte den Marktstart jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit verzögert.
Außerdem hatte IBM kurz zuvor bereits einen Mikrocomputer für den Firmeneinsatz, den sogenannten Datamaster, entwickelt. Da der Datamaster auf dem Intel-Prozessor 8088 basierte, war das Team von Don Estridge mit dessen Prozessordesign vertraut.

Eine weitere folgenreiche Entscheidung war, das System von vornherein als offene Architektur anzulegen, so dass Dritthersteller Peripheriegeräte und Software auf den Markt bringen konnten, ohne dafür Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Auf diese Weise hoffte man, den Vorsprung von Wettbewerbern wie Apple oder Tandy einholen zu können.
Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Systemkomponenten:
Prozessor
Der mit 4,77 Megahertz getaktete Intel 8088 war eine 16-Bit-CPU mit einem 8-Bit-Datenbus. Der 8-Bit-Datenbus sorgte dafür, dass im Rest des PCs billigere Hardware verwendet werden konnte. Der 8088 war als 16-Bitter aber nicht zuletzt aus Imagegründen für IBM wichtig, da Wettbewerber wie Apple oder Commodore noch 8-Bit-Prozessoren verwendeten.
In späteren Exemplaren des IBM 5150 waren auch Prozessoren von AMD verbaut. IBMs Politik war es damals, nicht von einem einzigen Chiplieferanten abhängig zu sein. Daher wurde AMD als Second-Sourcing-Partner verpflichtet, und AMD schloss ein Abkommen mit Intel, um den 8088 in Lizenz herstellen zu dürfen.
Optional konnte ein Koprozessor des Typs 8087 für Fließkommaberechnungen eingebaut werden.
RAM-Speicher
Das Grundmodell des IBM PC war entweder mit 16 oder 64 Kilobyte Hauptspeicher ausgestattet, wobei die Konfiguration mit 16 KByte in der Praxis kaum eine Rolle spielte.
(ID:28417330)