Interaktion mit dem Touch-Display Das Wheel on Display steuert präzise und sicher per Drehknopf

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Um ein Touch-Display sicher und vor allem präzise bedienen zu können, wurde das Wheel on Display entwickelt. Es verbindet ein klassisches Display mit einem physischen Drehknopf.

Präzise einen Touch bedienen: Das Wheel on Display verwandelt ein klassisches Display und einem Drehknopf in eine sichere und präzise Bedieneinheit.(Bild:  Data Modul)
Präzise einen Touch bedienen: Das Wheel on Display verwandelt ein klassisches Display und einem Drehknopf in eine sichere und präzise Bedieneinheit.
(Bild: Data Modul)

In unserer dynamischen Welt gehören Displays zu den modernen Formen der Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI). Dabei geht es vor allem um eine gesteigerte Arbeitsqualität und -geschwindigkeit, aber auch darum, die Fehlerquote zu senken. Hersteller wie Data Modul setzen bei modernen HMI-Systemen technische Maßstäbe, beispielsweise mit dem Wheel on Display (WoD).

Bei dieser Bedienlösung setzt der Hersteller auf eine Kombination aus Touch-Display und physischem Drehknopf. Dadurch wird eine komfortable und sichere Interaktion ermöglicht. Dabei ist die verbesserte Bedienbarkeit auch unter ablenkenden Einflüssen besonders hervorzuheben. Das ist beispielsweise bei Erschütterungen, Vibrationen oder Bewegungen des Geräts. Zudem ist im Gegensatz zu klassischen Touchsystemen kein dauerhafter Sichtkontakt notwendig.

Intuitive Steuerung und haptisches Feedback

Dank des physischen Drehknopfs ist auch unter ablenkenden Einflüssen eine verbesserte Bedienbarkeit gegeben.(Bild:  Data Modul)
Dank des physischen Drehknopfs ist auch unter ablenkenden Einflüssen eine verbesserte Bedienbarkeit gegeben.
(Bild: Data Modul)

Das Wheel on Display ist dabei das zentrale Bedienelement, welches eine intuitive Steuerung aller Hauptfunktionen ermöglicht. Die individuell anpassbare Benutzeroberfläche lassen sich flexibel konfigurieren, um eine optimale Nutzererfahrung zu bieten.

„Die Integration des Wheel on Display erfolgt als Bestandteil einer vollständig neuen HMI-Einheit und somit als eine von Anfang an durchdachte High-End-Touch-Gesamtlösung“, sagt Manfred Steber. Er ist Head of Products CBS (Cover Lens/Bonding/Sensors) bei Data Modul. Diese bietet eine perfekte Kombination aus präziser Drehknopfsteuerung und bewährtem PCAP-Touchscreen, was sowohl taktile Rückmeldung als auch vielfältige Interaktionsmöglichkeiten integriert.

Flexibles Design für vielfältige Anwendungen

Aktuell stehen drei verschiedene Konzepte des Rads (WoD) zur Verfügung.(Bild:  Data Modul)
Aktuell stehen drei verschiedene Konzepte des Rads (WoD) zur Verfügung.
(Bild: Data Modul)

Ein bedeutendes Merkmal des WoD ist sein flexibles Design. Aktuell stehen drei Konzepte des Wheels zur Verfügung: ein geschlossenes Rad (Closed Wheel), eine offene Ringform (Donut) sowie eine Kombination aus beiden (Closed Donut).

Darüber hinaus sind zahlreiche Individualisierungen möglich, beispielsweise hinsichtlich Materialwahl, mechanischer Dimensionen, Farbschemata oder des taktilen Widerstands beim Drehen und Drücken. So lassen sich spezifische Kundenanforderungen flexibel realisieren.

Da das Wheel on Display grundsätzlich mit unterschiedlichen Displaygrößen und -typen kombiniert werden kann, variieren die Spezifikationen je nach eingesetztem Panel. Entsprechende Anforderungen, etwa hinsichtlich Auflösung, Kontrastverhältnis, Helligkeit oder Reaktionszeit können somit über die Auswahl des Displays gesteuert werden, um so auch anspruchsvolle Anforderungen zu erfüllen, wie sie etwa im medizinischen oder industriellen Umfeld zu finden sind.

Technische Aspekte: Präzision und Zuverlässigkeit

Das Herzstück des Wheel on Display ist die Drehradsteuerung. Der Benutzer bekommt bei Bedienung ein taktiles Feedback.(Bild:  Data Modul)
Das Herzstück des Wheel on Display ist die Drehradsteuerung. Der Benutzer bekommt bei Bedienung ein taktiles Feedback.
(Bild: Data Modul)

Das technische Herzstück des WoD ist seine Drehradsteuerung, die auf mechanisch definierten Rastpunkten, den sogenannten Detents, basiert und dem Benutzer taktiles Feedback bietet. Detents sorgen dafür, dass beim Drehen des Rades bestimmte Positionen, beispielsweise Stufen oder Auswahlpunkte im Menü oder Lautstärkeschritte, klar fühlbar und präzise einstellbar sind.

„Bei unserer 15,6-Zoll-Version sind bis zu 26 Detents pro Umdrehung möglich, um die Präzision und Empfindlichkeit den individuellen Kundenanforderungen anzupassen,“ erklärt Steber weiter. Die Lebensdauer des mechanischen Drehrads entspricht klassischen Encoder-Lösungen und variiert je nach Einsatzbedingungen von 100.000 bis über eine Mio. Betätigungszyklen. Zum Thema regulatorische Normen sei erwähnt, dass für den Einsatz in Produkten oder Systemen die Verantwortung für die Zulassung beim Hersteller oder Inverkehrbringer liegt und gemäß geltenden harmonisierten Normen erfolgt. Das Produkt wird als „Tested in Equipment“ im Produkt oder System zugelassen. Aufgrund der elektrischen Entkopplung des Wheels und der Nutzung zusammen mit einem PCAP-System erfolgt die Zulassung in der Regel problemlos. (heh)

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