Studie von Frost & Sullivan Das IoT bringt neuartige Batterietypen hervor
Die Fortschritte bei tragbaren Geräten und im Internet der Dinge spiegeln sich in Neuerungen der Batterietechnik wider. Herkömmliche Chemikalien und Formen weichen neuen Batterietypen, die flexibel, dünn, dehnbar, gebogen, faltbar und vor allem winzig klein sind.
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Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan zu den Auswirkungen der technischen Megatrends auf die Batterietechnik sind Lithium-Ionen und Primär-Lithium die bevorzugten Chemikalien für IoT-Sensoren, tragbare Geräte, intelligente Städte und Speichermedien.
Die Analysten gehen davon aus, dass der Markt für Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2020 ein Volumen von rund 55 Milliarden Dollar aufweisen wird. Daneben gewinnen moderne Chemikalien wie etwa Metall-Luft- beziehungsweise Durchflussbatterien sowie Schwefelnatrium, neue Marktanteile. Der Bau von Feststoffbatterien wird zur bevorzugten Option, um Miniaturgeräte mit Strom zu versorgen, die eine hohe Energiedichte erfordern.
Die Fortschritte in der Konnektivität und Konvergenz, die Weiterentwicklung der Telekommunikation und die Verbreitung von Fernüberwachungssystemen für Patienten treiben bereits seit längerer Zeit die Nachfrage nach Batterien in Branchen wie IT, Telekommunikation und dem Gesundheitswesen an. Darüber hinaus sorgt die fortschreitende Umstellung auf erneuerbare Energien und intelligente Stromnetze, die wohnort-, gewerbe- und netzbezogene Speicherung voraussetzen, für beträchtliche Einnahmen.
Batterien für Sensoren gelten bereits jetzt als nächste große Herausforderung im Markt. Da Sensoren für intelligente Stromnetze, tragbare Geräte und vernetzte Gebäude von zentraler Bedeutung sind, schauen Hersteller von Dünnschicht- und Feststoffbatterien optimistisch in die Zukunft.
Trotz des Potenzials droht der Markt jedoch aufgrund der vielen Hersteller von ähnlichen Chemikalien zu zersplittern, weshalb Wachstumschancen verpuffen und Preiskriege entstehen. Zudem werden Batterien lediglich als kleiner Baustein in einer sich entwickelnden Technologie wahrgenommen. Folglich können Verbraucher die Marke der Chemikalien nicht identifizieren und überlassen die Entscheidung den Geräteherstellern.
Eine vielversprechende Erfindung ist die aufsprühbare Batterie, mit deren Hilfe jedes Material als Batterie eingesetzt werden kann. 2012 machte die Entwicklung dieser Technik an der Rice University in Texas weltweite Schlagzeilen. Dabei wurden Bestandteile einer gewöhnlichen Lithium-Ionen-Batterie in Form von Farbpigmenten hergestellt. Diese lassen sich schichtweise übereinander sprühen, woraus sich wiederum die Struktur einer Batterie ergibt.
Darüber hinaus können die Batterien der Zukunft in wenigen Minuten voll aufgeladen werden und für zwei bis drei Tage einsetzbar sowie dünn oder flexibel gestaltet sein. Insgesamt dürften die ständig fortschreitende Forschung und Entwicklung sowie die steigende Nachfrage den Markt für Batterien in eine blühende Zukunft führen, trotz seiner Zersplitterung.
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