Elektronisches Papier

Das E-Ink-Display auf dem Weg in die Industrie

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Energieversorgung des E-Papers berücksichtigen

Das reine E-Paper-Display stellt es dem Anwender frei, die zum Betrieb der Anzeige notwendigen elektronischen Bauteile direkt auf der Hauptplatine aufzubringen oder eine eigens dafür entwickelte Steuerplatine zu verwenden. Auf diesen Steuerplatinen sind im Gegensatz zum ESL-Label keine drahtlose Kommunikation und keine Batteriehalterung verbaut. Bei Einsatz eines E-Papers als Anzeigeelement in einem Gerät ist die Stromversorgung immer gewährleistet.

Anders bei den ESL-Labels: Als einzelnes, autark arbeitendes Anzeigeelement muss es über eine eigene Stromversorgung verfügen. Das Display selbst ist zwischen seinen eigenen Aktivitäten beim Wechsel der Informationen stromlos und verbraucht in diesem Zeitraum keine Energie. Anders verhält es sich bei der drahtlosen Kommunikation der Steuerplatine mit seiner Zentraleinheit (siehe Bild).

Softwareseitig hilft ein sogenannter Sleeping Mode. Zusätzlich darf man die Güte und den Zustand der jeweiligen Batterie nicht außer Acht lassen. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte über die Möglichkeit einer festen, stromführenden Verbindung nachdenken. Störungen in der Datenübertragung durch in der Nähe platzierte Linear- und Stellmotoren wären vermeidbar.

Allerdings sollte man auf die gesetzlich gültigen Regelungen der EMV-Richtlinien und speziell die neue EMV Verordnung 2014/30/EU achten. Wer Bluetooth nutzt, kommt nicht mehr um Gebühren und Kosten herum.

Die Vorteile eines E-Papers in der Industrie

Ein E-Paper kann in einer Maschinenstraße mit einer Vielzahl an Justierpunkten eine Alternative sein. Ein kleines E-Paper, das nahe der einzelnen Justierstelle verbaut ist, oder mehrere Justierpunkte auf einem großen Display anzeigt, kann hier einen wesentlichen Beitrag zur Einsparung an Arbeitszeiten für die Umrüstung leisten. Die vorher lediglich als Papier vorhandenen Tabellen lassen sich elektronisch auf die jeweilige Änderungsstelle auffächern und an das jeweilige Display am entsprechenden Justierpunkt übertragen.

Kombiniert man das Display mit Bestätigungsknöpfen, könnte im Sinne einer besseren Arbeitssicherheit die Änderung bestätigt und quittiert werden. Ein LC- oder TFT-Display zeigt mit seinem schwarzen Bildschirm an, dass eine Störung vorliegt. Jedoch nicht ein E-Paper. Es werden hier immer die letztmalig übertragenen Informationen angezeigt. Wie wie werden Defekte oder Kommunikationsprobleme sichtbar?

Alle E-Paper könnten vor der Überspielung mit Informationen mit einem großen X beschrieben werden. Erst in einem weiteren Schritt erfolgt dann das Aufspielen der neuen Daten. Alternativ wäre die Angabe von Datum und Uhrzeit oder einer Kommissionierungsnummer.

Kombiniert man Farbe und die Bestätigungsknöpfe, wäre der Arbeitsablauf wie folgt: Löschung der bisher gültigen Einstellungen auf dem Display, Überschreibung mit einem großen roten X, um einzelne Displays zu überprüfen, anschließende Übertragung der neuen Werte ebenfalls in Rot. Nach Bestätigung der vorgenommenen Änderungen wird das Display erneut mit den Daten beschrieben, dann in schwarz/weiß als Beweis, dass der Vorgang erledigt ist.

Referenzen

[1] „Die elektronischen Etiketten lassen sich vielseitig einsetzen“ in ELEKTRONIKPRAXIS 24/2016, S. 46

[2] „Warum sich der Einsatz eines E-Ink-Displays lohnen kann“ in ELEKTRONIKPRAXIS 8/2016, S. 88

* Andreas Hellwig ist bei Adkom für die E-Paper zuständig.

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