Flachdisplay-Forum (DFF) Das DFF vernetzt seit 25 Jahren die Displaybranche

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Seit 25 Jahren bringt das Deutsche Flachdisplay-Forum (DFF) Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung zusammen. Beim ersten DFF-Summit in Amberg wurde deutlich: Die Zukunft der Displaytechnik ist gemeinschaftlich – und hochdynamisch.

25 Jahre DFF: Klaus Wammes, CEO Wammes & Partner und Mitglied des DFF-Vorstandes, gratuliert zum Geburtstag. Auf dem 1. Summit des Global Network for Display Professionals im April bei Siemens trafen sich die Mitglieder zum Austausch.(Bild:  ELEKTRONIKPRAXIS)
25 Jahre DFF: Klaus Wammes, CEO Wammes & Partner und Mitglied des DFF-Vorstandes, gratuliert zum Geburtstag. Auf dem 1. Summit des Global Network for Display Professionals im April bei Siemens trafen sich die Mitglieder zum Austausch.
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Die letzten 25 Jahre haben einen bemerkenswerten Wandel in der technologischen Landschaft des Displays hervorgebracht, der vom unermüdlichen Geist von Innovatoren und Experten gestaltet wurde. Das DFF – Global Network for Display Professionals – hat sich in dieser Zeit von einer kleinen Initiative innerhalb des VDMA zu einem zentralen Impulsgeber in der Displaybranche gewandelt. Mit knapp 100 engagierten Mitgliedern aus Industrie, Wissenschaft und Forschung dient das DFF als einzigartige Austauschplattform, die Entwicklung und Verständigung technischer Trends fördert. Der Visionär Klaus Wammes erkannte früh die Notwendigkeit eines strukturierten Austauschs, um die innovativen Möglichkeiten von Flachdisplays auszuschöpfen.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens trafen sich am 9. und 10. April rund 60 Fachleute aus Industrie und Forschung im The Impulse Visitor Center des Siemens Elektronikwerks in Amberg (EWA). Unter dem Leitthema „Addressing the Challenges of Display Integration“ diskutierten sie aktuelle technologische Trends, praxisnahe Lösungsansätze und künftige Entwicklungspfade im Bereich der Displayintegration. Fachvorträge wie „Mechanical Design and Sustainability Challenges of SIEMENS HMI Panels“ beleuchtete aktuelle Entwicklungen und das Engagement für Nachhaltigkeit.

Internationale Plattform für technologische Exzellenz

Gruppenbild der DFF-Mitglieder bei ihrem ersten Summit im April. Rund 60 Fachleute aus Industrie und Forschung trafen sich.(Bild:  DFF)
Gruppenbild der DFF-Mitglieder bei ihrem ersten Summit im April. Rund 60 Fachleute aus Industrie und Forschung trafen sich.
(Bild: DFF)

Zum Start des Summits am 9. April kamen die DFF-Arbeitsgruppen System Integration und HALO/Switchable Privacy zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um technische Spezifikationen, neue Messverfahren und modulare Systemansätze für die Displayintegration.

Den zweiten Veranstaltungstag eröffneten Dr. Armin Wedel, 1. Vorsitzender des DFF und Bereichsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, und Michael Göck, Head of R&D HMI Visualization Systems bei Siemens. „Das DFF hat sich in 25 Jahren zu einer internationalen Plattform für technologische Exzellenz und partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt – getragen von Fachwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Displayindustrie, Offenheit und gemeinsamen Zielen“, sagte Dr. Wedel.

Nachhaltigkeit, Systemdenken und neue Perspektiven

Dr. Armin Wedel, 1. Vorsitzender des DFF und Bereichsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP. (Bild:  DFF)
Dr. Armin Wedel, 1. Vorsitzender des DFF und Bereichsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP.
(Bild: DFF)

Mit ihrem Fachvortrag Mechanical Design and Sustainability Challenges of SIEMENS HMI Panels bereicherten Leonie Brückner, Projektleitung Sustainable Productdesign, und Alfredo Hummel, Projektleitung Mechanical Design HMI bei Siemens, das Programm. Sie präsentierten technische Lösungen für robuste, langlebige Panels und stellten das Robust Eco Design (RED), das Siemens-Framework für nachhaltige und zirkuläre Produktentwicklung, vor.

Im Fokus standen unter anderem die SIMATIC HMI (Human Machine Interface) Panels. Als zentrale Schnittstelle zwischen Bedienpersonal und Maschinen übernehmen sie in industriellen Anwendungen Aufgaben der Visualisierung, Überwachung und Steuerung – je nach Einsatzszenario als kompakte Embedded-Lösung oder auf PC-basierter Plattform. In zunehmend komplexen und vernetzten Produktionsumgebungen tragen sie wesentlich zur Prozessstabilität und strukturierten Bedienbarkeit bei.

Ergänzend stellten die Siemens-Experten Konzepte zur nachhaltigen Produktentwicklung vor – etwa ein zerlegbares Design zur Verbesserung der Reparierbarkeit der Geräte sowie Strategien zur Ressourcenschonung. Dazu zählen die Reduktion von Verpackungskunststoffen auf ein mögliches Minimum sowie die Entwicklung lösbarer Klebstoffe. Ziel ist es, lineare Produktzyklen schrittweise durch zirkuläre Ansätze zu ersetzen.

Das Wissen der Display-Community

Klaus Wammes zeigte in seinem Vortrag „AI – New Chance to Utilize Knowledge“ eindrucksvoll, wie mit künstlicher Intelligenz das über Jahre gesammelte Wissen der Display-Experten gespeichert und zugänglich gemacht werden kann. Damit soll in Zukunft allen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben werden, in Zeiten des schnellen Wandels zu unterstützen. Ziel ist es, KI-gestützte Werkzeuge gezielt für Mitglieder nutzbar zu machen – mit dem Ansatz: „Keep AI at the edge – make knowledge available to members.“

Das erste Summit Meeting zeigt eindrucksvoll, dass das DFF inhaltlich und international hervorragend aufgestellt ist. Die nächsten 25 Jahre werden geprägt sein von der gemeinsamen Er schließung neuer Märkte und dem Streben nach Exzellenz in der Displaytechnologie. (heh)

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