Cypress neue PSoC-Generation

Controller mit konfigurierbaren Analog-/Digitalfunktionen

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Entwickler begeistert insbesondere die Möglichkeit der schnellen Abänderung und Anpassung des internen Schaltungsdesigns an neue Aufgaben, Funktionen oder Erweiterungen, ohne je einen Lötkolben in die Hand nehmen zu müssen. Und das zumeist in wenigen Minuten – ein konfigurierbares „System-on-Chip“ eben! Und die Erstellung, Realisierung und das Fein-Tuning der Schaltung geschieht zumeist in wenigen Stunden. Deshalb rechnet man nicht mehr mit mehrfachen Platinen-Versionen, die Geld und Zeit kosten und manchmal den Produktionsstarttermin ungewiß erscheinen lassen, sondern nur noch mit kleineren Softwareanpassungsrunden.

Zwei ganz neue Leistungsklassen

War der PSoC 1 der erste Generation noch mit einem 8-Bit-Prozessorkern mit ca. 4 MIPS ausgestattet, so leisten die neuen Generationen jetzt bis zu 100 DMIPS. Die brandneuen System-on-Chips bieten neben einem 8-Bit 8051 Single-Cyle Core (PSoC 3 mit bis zu 67 MHz / 30 MIPS) und einem 32-Bit ARM Cortex-M3 (PSoC 5 mit max. 80 MHz / 100 DMIPS) jetzt:

  • noch leistungsfähigere analoge Blöcke mit höherer Genauigkeit und Auflösung,
  • digitale Logikblöcke zur Realisierung von Glue-Logik oder State-Maschinen im Stile eines FPGAs/PLDs,
  • mehr Speicherressourcen (64 bzw. 256 KByte Flash, 8 bzw. 64 KByte SRAM),
  • einen eigenen EEPROM-Bereich (0,5 bis 2 KByte) für kundenspezifische Daten,
  • ein flexibles, einstellbares Taktsystem mit Teilern/Verdopplern,
  • eine Weitspannungsversorgung von 0,5 bis 5,5 V,
  • Referenzspannungsquellen bis zu ±0,1% Genauigkeit,
  • sowie eine LCD-Schnittstelle inkl. Stromversorgung für Segment- oder Matrixdisplays.

Was braucht ein Systementwickler mehr? Nichts! Oder nicht viel mehr! Zumindest lassen sich mit der genannten Ausstattung 80% aller herkömmlichen Applikationen aus dem 8- bis 32-Bit-Marktsegment abdecken (Bild 1). Gelten diskrete analoge Bauteile oder analog/digitale FPGAs/CPLDs im Vergleich zu rein digitalen Elementen immer noch als relativ teuer, so trat und tritt Cypress hier erneut den Beweis an, daß ein Mixed Signal Gate Array mit wirklich sehenswertem Controllerkern in aller Regel im unteren einstelligen Euro-Kostenbereich zu haben ist.

Und damit auch die Schaltungserstellung so leicht und schnell wie möglich vonstatten geht, hat Cypress nun die Konfigurations- und Programmieroberfläche komplett erneuert und auf vollgrafische Eingabe umgestellt – VHDL und VERILOG sind bereits in Vorbereitung. Natürlich kann der Entwickler auch heute schon eingreifen, und den Elementen unterlegten Code zusätzlich in C abändern und ergänzen.

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