Highspeed-Kamera-Schnittstellen

CoaXPress versus Camera Link HS: ein Vergleich zweier Kontrahenten

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Mehrkamera-Anwendungen profitieren von CLHS

PCO hat eine klare Entscheidung getroffen: Alle neuen Kameras werden zukünftig mit CLHS ausgestattet. Beispielsweise ist durch die Verwendung von Glasfaserkabel gerade bei Mehrkamera-Anwendungen der mechanische Aufbau viel einfacher und es lassen sich Performance- und Kostenvorteile gewinnen.

Heute rücken hohe Datenmengen, etwa bei allen neuen Mikroskopie-Methoden, in den Mittelpunkt. Im Life-Science-Bereich hat PCO Kunden, die zwei sCMOS-Kameras in Mikroskopie-Anwendungen einsetzen (Bild 2). Die Bilddaten müssen sehr zügig zur Weiterverarbeitung, Analyse und Auswertung an den Rechner übertragen werden.

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Mit der konventionellen Camera-Link-full-Schnittstelle wären bei zwei Kameras jeweils zwei starre, teure Kabel sowie zwei Framegrabber erforderlich. Bei CLHS reichen jedoch ein Zwei-Kanal-Grabber und je ein Glasfaserkabel. Zudem lassen sich die Bilder, etwa bei der Kamera pco.edge, mit etwa 1 GByte/s nun als Rohdaten an den Rechner übertragen.

CLHS einzusetzen, ist besonders attraktiv, wenn die Daten schnell übergeben und auch verrechnet werden sollen.

Was die Zukunftsfähigkeit betrifft: Es wird beide Schnittstellenstandards geben. CLHS schwimmt jedoch im Strom von Ethernet mit und setzt auf Ethernet-Hardware, was ein großer Vorteil von Camera Link HS gegenüber CoaXPress ist.

Wenn sich also die Geschwindigkeitsanforderungen im Konsumentenmarkt erhöhen, profitiert zugleich auch CLHS. Werden zukünftig optische Module für 25 GigE für den Konsumentenmarkt zur Verfügung stehen, können diese 1:1 auch bei CLHS eingesetzt werden. Das minimiert das Investitionsrisiko, denn es ist keine Neuentwicklung für spezielle Hardware nötig. Bei CXP hingegen muss für jeden Geschwindigkeitssprung wieder in neue ICs investiert werden.

* Martin Schwarzbauer ist Entwicklungsingenieur bei der PCO AG, Kelheim.

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