Merger-Blockade? China verzögert angeblich die Entscheidung zum Merger von Synopsys und Ansys

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die USA und die EU haben dem Merger der beiden Software-Unternehmen Synopsys und Ansys bereits zugestimmt, doch das Go aus China steht noch aus. Und das soll sich jetzt aufgrund der EDA-Tool-Beschränkungen der USA verzögern, wie die Financial Times berichtete.

Synopsys kündigte im Januar 2024 die geplante Akquise von Ansys an.(Bild:  Synopsys)
Synopsys kündigte im Januar 2024 die geplante Akquise von Ansys an.
(Bild: Synopsys)

Bereits vor über einem Jahr teilten die Verantwortlichen der Software-Unternehmen Synopsys und Ansys die Absicht mit, miteinander zu fusionieren. 35 Milliarden US-Dollar will sich Synopsys, eines der führenden EDA-Unternehmen, das Vorhaben kosten lassen. Bei einem solch schwergewichtigen Unterfangen müssen diverse regulierende Behörden ihre Zustimmung geben.

Unter Auflagen hat etwa die EU-Kommission der Fusion am 10. Januar 2025 zugestimmt. Nach Abschluss der Untersuchung des Vorgangs wurde verkündet, dass sich die Tätigkeiten der Unternehmen weitgehend ergänzen, sich die Fusion aber teilweise beschränkend auf den Wettbewerb auf den Märkten der Optik-Software, Photonik-Software und EDA-Software auswirken würde. Deswegen wurde die Veräußerung von Software-Tätigkeiten empfohlen, nämlich die Optik- und Photonik-Software von Synopsys, einschließlich Code V, LightTools, LucidShape, RSoft und ImSym, sowie die Software zur Analyse des Energieverbrauchs auf Register-Transfer-Ebene PowerArtist von Ansys.

Chinesische Zustimmung steht aus

Die Federal Trade Commission (FTC) der USA hatte ihre Zustimmung Ende Mai 2025 gegeben, unter der Voraussetzung, dass Synopsys unter anderem seine optischen sowie die photonischen Softwaretools veräußert. Ansys wird sein Tool PowerArtist veräußern (via Verdict). Die Anforderungen decken sich also mit denen der EU-Kommission.

Ausstehend ist noch die Zustimmung chinesischer Marktregulatoren und die sollen ihre Entscheidung verzögern, so heißt es auf Basis ungenannter Quellen von Financial Times (via Reuters). Der Grund: die US-Exportbeschränkungen, unter anderem auf EDA-Tools.

Die Transaktion zwischen den beiden US-Konzernen sei bereits in die letzte Phase des Genehmigungsverfahrens der chinesischen Staatsverwaltung für Marktregulierung eingetreten und werde voraussichtlich bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein, so der FT-Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Exportbeschränkungen sollten demnach dazu beigetragen haben, dass die Entscheidung bisher nicht getroffen wurde. Auf eine Anfrage für einen Kommentar von Reuters lehnte Synopsys eine Stellungnahme ab. Ansys und die chinesische Aufsichtsbehörde reagierten nicht sofort auf Reuters-Anfragen nach einem Kommentar. (sb)

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