Ausbau der einheimischen Fertigung Bundesregierung plant milliardenschweres Förderpaket für Halbleiterindustrie

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Die deutsche Bundesregierung bereitet offenbar ein neues Subventionsprogramm zur Förderung der einheimischen Chipindustrie vor. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg liegt die Höhe der Subventionen bei insgesamt 2 Mrd. Euro. Das Geld soll in den Ausbau moderner Produktionsanlagen fließen.

Neuer Anlauf für die deutsche Chipförderung: Das Wirtschaftsministerium plant medienberichten zufolge, einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag für den Ausbau moderner Halbleiterfertigungsanlagen in Deutschland bereitszustellen.(Bild:  Grispb - stock.adobe.com)
Neuer Anlauf für die deutsche Chipförderung: Das Wirtschaftsministerium plant medienberichten zufolge, einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag für den Ausbau moderner Halbleiterfertigungsanlagen in Deutschland bereitszustellen.
(Bild: Grispb - stock.adobe.com)

Nachdem die geplanten Milliardensubventionen für den Chipriesen Intel nicht fließen konnten und auch andere Förderungsprojekte, wie etwa zur Ansiedlung von Wolfspeed im Saarland, nicht umgesetzt wurden, plant die deutsche Bundesregierung einen neuen Anlauf in Sachen Chipförderung: Wie Bloomberg meldet, bereitet das Wirtschaftsministerium ein neues Milliardenpaket für den Ausbau der deutschen Halbleiterindustrie vor.

Für diesen Subventionierungsplan seien demnach 2 Mrd. Euro veranschlagt worden, schreibt die Nachrichtenagentur unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit betraute Personen. Diese Mittel sollen auf zehn bis 15 Projekte verteilt werden, von Waferherstellung bis zum Packaging von Mikrochips.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministerium konnte diese konkrete Summe zwar Reuters gegenüber auf Nachfrage nicht bestätigen. Er erklärte aber, dass das Ministerium durchaus eine bedarfsgerechte Finanzierung „im niedrigen einstelligen Milliardenbereich“ plane. „Gefördert werden soll der Aufbau moderner Produktionskapazitäten, die deutlich über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen“, sagte der Sprecher gegenüber Reuters.

Das Wirtschaftsministerium hat Mitte November einen Aufruf an Chip-Unternehmen veröffentlicht, sich für neue Fördermittel zu bewerben, die zu einem starken und nachhaltigen Mikroelektronik-Ökosystem in Deutschland und Europa beitragen. Die Ausschreibung erfolgte in Anlehnung an den European Chips Act, der die Abhängigkeit des EU-Raums von asiatischen Lieferanten für fortschrittliche Halbleiter verringern soll.(sg)

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