Zhaga Beleuchtungsindustrie gründet Konsortium für Schnittstellen-Standardisierung von LED-Lichtmodulen
Weltweit führende Unternehmen aus der Lichtindustrie haben sich zu einem Konsortium unter dem Namen „Zhaga“ zusammengeschlossen, um einen einheitlichen Standard für Schnittstellen von LED-Lichtmodulen zu entwickeln. Fortlaufende technologische Entwicklungen sollen schneller implementiert werden können.
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Gestartet wurde die industrieweite Kooperation von den Gründungsmitgliedern OSRAM aus Deutschland, Philips aus den Niederlanden, Panasonic aus Japan, Acuity Brands Lighting und Cooper Lighting aus den USA, Schréder aus Frankreich, Toshiba aus Japan, TRILUX aus Deutschland sowie ZUMTOBEL aus Österreich.
Aufgrund der extrem schnell voranschreitenden LED-Technologieentwicklung ändert sich der Aufbau von LED-Lichtsystemen und auch die Verbindungstechnologie ständig. Durch Standardisierungen soll das Ziel der Initiative, die Austauschbarkeit zwischen den Produkten von verschiedenen Herstellern für diverse, anwendungsspezifische LED-Lichtmodule, erreicht werden.
Was der Standard definiert
Der Zhaga-Standard wird dabei Faktoren wie die Abmessungen bzw. die Leuchtengeometrien für einheitliche Sockeltechniken, die lichttechnischen und elektrischen Kenngrößen durch Angaben von einfachen Leistungsklassen wie die des Lichtstroms in Lumen sowie das Wärmeverhalten bzw. Thermomanagement von LED-Lichtsystemen berücksichtigen und mit einbeziehen.
Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um eine Zersplitterung von untereinander inkompatiblen LED-Lichtmodulen in den verschiedensten Beleuchtungsanwendungen zu verhindern, da einheitliche, internationale Standardisierungen bisher schlichtweg nicht existieren.
Entwicklungen leichter implementieren
So soll dem Verbraucher Sicherheit durch festgelegte Angaben beim Einkauf von untereinander austauschbaren LED-Produkten gegeben werden. Aber auch eine andere Komplikation ließe sich mit einheitlichen Standards lösen: Fortlaufende technologische Entwicklungen zur Leistungssteigerung können bautechnisch einfacher in die standardisierten Leuchtgeometrien integriert werden.
Die Gründer der Zhaga-Initiative erwarten, dass die Mitgliederzahl durch die Beteiligung von weiteren Unternehmen aus der gesamten Branche der LED-Beleuchtungsindustrie, vom Komponentenlieferanten, wie beispielsweise Kühlkörpern und Optiken, bis hin zum LED-Leuchtenhersteller, anwachsen wird.
Erstes Mitgliedertreffen im März
Ein erstes Treffen des Konsortiums wird im März 2010 stattfinden, bei dem die Mitglieder wichtige Schritte in Richtung Erarbeitung entsprechender Standardschnittstellen für LED-Lichtsysteme machen werden. In Nordamerika ist man davon überzeugt, dass die LED-Beleuchtung die am schnellsten fortschreitende Technologie der nächsten Jahre sein wird, und dass vormalige, scheinbar unerreichbare Effizienzgrade nun durch technische Innovationen erreicht werden können.
Einheitlicher Standard für Lichtindustrie
Auch Yan Shen Chen, Präsident der Chinese Association of Lighting Industry (CALI), befürwortet die Zhaga-Initiative, da diese einen maßgebenden Standard festlegen wird, auf dem alle Beteiligten in der Lichtindustrie aufbauen können. „Wir glauben, dass die Initiative einen größeren Wettbewerb hervorrufen wird, der wiederum dazu führt, dass unsere Kunden durch Innovationen und einem vielfältigeren Design mit einer größeren Bandbreite an Beleuchtungslösungen versorgt werden.“
Andreas Ludwig, Präsident der European Luminaire Association (CELMA), ist ebenfalls von den Vorzügen der Initiative überzeugt. „Zhaga wird einen durchschlagenden Fortschritt der LED-Technologie in den unterschiedlichsten Licht-Anwendungsbereichen bewirken und dabei die ökologischen und ökonomischen Vorzüge von LEDs aufzeigen.
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