Sequoia Solar Project Autonome Roboter erobern Solarprojekt von der Größe fast 3.000 Fußballfeldern

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nahe Texas entsteht mit Sequoia Solar eines der größten PV-Projekte in Nordamerika. Bevor die Anlage aber 815 MW liefern kann, müssen zuerst 1,8 Millionen Solarpanele installiert werden. Dabei helfen drei autonome Roboter, die das Potenzial haben, die Installationsgeschwindigkeit zu verdreifachen.

Die autonomen Roboter von Rosendin und ULC Technologies unterstützen menschliche Arbeiter bei der Installation von Solarpaneelen.(Bild:  Rosendin)
Die autonomen Roboter von Rosendin und ULC Technologies unterstützen menschliche Arbeiter bei der Installation von Solarpaneelen.
(Bild: Rosendin)

Das Sequoia Solar Project in Callahan County westlich von Dallas soll bei der Fertigstellung eine Leistung von satten 815 Megawatt erbringen. Phase 1 soll Ende des Jahres mit 400 MW in Betrieb gesehen, im Jahr 2026 folgt Phase 2 mit den verbleibenden 415 MW. Damit eine solche Leistung erreicht werden kann, dass man 1,8 Millionen Haushalte für eine Stunde versorgen könnte, muss die Anlage allerdings erst einmal installiert werden.

Das kanadische Unternehmen Enbridge, das das Projekt hauptsächlich realisiert, lässt dafür auf einer Fläche von etwa 21 km² rund 1,8 Millionen Solarpanele installieren. Diese Fläche mit höchster Präzision zu bestücken, die sich mit der Größe von nahezu 3.000 Fußballfeldern vergleichen lässt, verlangt neben den Bauelementen primär Zeit und zahlreiche Arbeiter.

Drei dieser Arbeiter kommen vom Unternehmen Rosendin und benötigen im Gegensatz zu ihren menschlichen Kollegen kaum Pausen, denn es handelt sich dabei um autonome Roboter. Diese, so versprechen die Ingenieure von Rosendin und ULC Technologies, ersparen den Arbeitern körperliche Arbeit, erhöhen somit die Arbeitssicherheit und sie können die schweren panele sogar in einem Drittel der Zeit in Position bringen.

Roboter rasten nicht

Das autonome System, das Sie oben im Video bei der Arbeit beobachten können, besteht aus drei Robotern, von denen zwei die Panele zum Einsatzort tragen, während ein dritter sie platziert. Angesichts der Tatsache, dass Solarpanele im Schnitt rund 30 bis 45 Kilogramm rechnen und einer der Transportroboter 30 bis 35 davon tragen kann, können wir uns bereits ausmalen, dass die Robotercrew einiges an Zeit einspart. Zudem können die beiden Trägerroboter stetig zwischen Lager und Arbeitsstelle pendeln, um Wartezeiten zu verringern.

Der Roboter, der die Panele anbringt, verwendet einen Arm mit Luftmessern und neun Saugnäpfen, um jedes Paneel anzuheben und zu platzieren. Facharbeiter helfen bei der Führung der Platte und befestigen dann die Beschläge und elektrischen Anschlüsse.

Weitere Vorteile der Roboter sind, dass sie im Dauerbetrieb und bei hohen Temperaturen sowie anderen Wetterwidrigkeiten eingesetzt werden können. Zudem sind sie in der Lage, Steigungen bis 30 Prozent zu bewältigen. Die Roboter nutzen LiDAR zur Hinderniserkennung und -vermeidung, um auch schwieriges Gelände zu meistern. Mit GPS und KMZ positionieren sie die panele auf 2 mm genau. Trotz ihrer Autonomie brauchen sie Unterstützung von menschlichen Teams.

„Bei Feldtests für ein ähnliches Solarprojekt in Danevang, Texas, wurde eine Installationsrate von 350 bis 400 Modulen pro Acht-Stunden-Schicht mit einer Zwei-Mann-Besatzung erreicht, die mit den Robotern zusammenarbeitete; das ist das Dreifache einer Standardbesatzung von drei bis vier Personen, die Module manuell installiert“, wird berichtet. Von den Tests, die im April 2025 beim Sequoia Solar Project stattgefunden haben, versprechen sich die Erfinder neue Möglichkeiten zur Erschließung von PV-Flächen, „die bisher als zu schwierig für den Bau angesehen wurden“, so David Lincoln, Senior Vice President von Rosendin(sb)

(ID:50427689)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung