Spionageverdacht Solarwechselrichter aus China: USA entdecken unerklärliche Kommunikationsgeräte

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Nach dem Fund unerklärlicher Kommunikationsgeräte in chinesischen Solarwechselrichtern will die US-Energiebehörde laut Reuters das potenzielle Sicherheitsrisiko neu bewerten. Besonders in kritischen Infrastrukturen wie der Energieversorgung sorgt chinesische Elektronik aus Sorge vor Spionage oder Sabotage für Unbehagen.

Solaranlagen spielen eine große Rolle in der Energiewende, doch ein Großteil der Technologie wird mittlerweise in China hergestellt. Das weckt Sorgen vor Spionage und Sabotage per Fernbedienung.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Solaranlagen spielen eine große Rolle in der Energiewende, doch ein Großteil der Technologie wird mittlerweise in China hergestellt. Das weckt Sorgen vor Spionage und Sabotage per Fernbedienung.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Mehrere westliche Länder und deren Verbündete sehen chinesische Elektronik in kritischen Infrastrukturen skeptisch, etwa im Bereich der Kommunikation oder der erneuerbaren Energien. Die Hauptsorge dabei stellen Spionage und ein Sabotagepotenzial durch versteckte Hintertüren oder Manipulationen in der Hardware oder Software dar.

Besonders kritisch beobachten die USA die Verwendung von Technologien aus chinesischer Herstellung, und sie sehen sich offenbar in einem Fund unerklärbarer Kommunikationsmittel in chinesischen Wechselrichtern bestätigt. Wie Reuters auf Basis zweier Quellen berichtet, wurden in einigen Solar-Wechselrichtern eben Geräte gefunden, deren Kommunikationsfunktionen bislang nicht klar identifiziert werden konnten.

Wie ist die Gefahr einzuschätzen?

Wechselrichter sind Komponenten der Energieinfrastruktur, etwa in PV-Anlagen und in Windkraftwerken. Sie werden in dem Einsatzgebiet vorwiegend dafür benötigt, die Solaranlagen und Turbinen mit dem Stromnetz zu verbinden. Aufgrund der Funde der „Rogue communication devices“, wie sie von Reuters bezeichnet werden, wolle die US-Energiebehörde das Risiko neu bewerten, von in China hergestellten Geräten ausgeht, die eine entscheidende Rolle in der Infrastruktur für erneuerbare Energien spielen.

Reuters berichtet ebenfalls von Aussagen der Experten, die sich die chinesischen Geräte ganz genau anschauen, dass neben den Kommunikationsgeräten in einigen Solar-Wechselrichtern in den vergangenen neun Monaten auch Mobilfunkgeräte in einigen Batterien mehrerer chinesischer Anbieter gefunden worden waren. Wie viele Batterien und Wechselrichter insgesamt untersucht worden sind, ist unbekannt.

Die Autoren der Nachrichtenagentur weisen allerdings auch darauf hin, dass „Obwohl die Wechselrichter so gebaut sind, dass sie einen Fernzugriff für Updates und Wartung ermöglichen, installieren die Energieversorgungsunternehmen, die sie nutzen, in der Regel Firewalls, um eine direkte Kommunikation nach China zu verhindern.“ (sb)

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