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Das Write Journal notiert alle Schreibtransaktionen
Im Cache-Write-Back-Modus wird ein so genanntes Write Journal geführt, in dem alle laufenden Schreibtransaktionen aufgezeichnet werden. Ein Write-Back-Cache bringt zwar deutlich mehr Performance, gefährdet jedoch die Datenintegrität, denn der RAID-Controller wartet in dieser Betriebsart nicht das tatsächliche Schreiben der Daten auf den Diskspeicher ab, bevor er die Bestätigung an den Host schickt. Vielmehr werden die Daten intern und für den Host transparent vom Cache an den Diskspeicher transferiert.
Nach Eingang der Bestätigung vom RAID-Controller geht der Host davon aus, dass die gesendeten Daten korrekt auf den physischen Diskspeichern abgelegt wurden. Ein Ausfall der Stromversorgung, einer Disk oder einer anderen Komponente vereitelt jedoch die vollständige Abwicklung des Datentransfers an den Diskspeicher und kann dementsprechend das System zum Absturz bringen.

Hierzu muss man sich nur folgende Situation vorstellen: Das Massenspeichersystem bestätigt den Empfang der Daten, nachdem diese in den Cache geladen wurden, doch bevor diese Daten auf die physischen Disklaufwerke geschrieben werden, fällt die Stromversorgung aus (Bild 3). Meist werden die Daten mithilfe einer Pufferbatterie gesichert, die den Cache-Inhalt auch bei einem Stromausfall bewahrt.
Wird die Stromversorgung wiederhergestellt, muss das Storagesystem die Transaktionen zurückverfolgen, um festzustellen, welche Datenblöcke nicht auf die Laufwerke geschrieben wurden. Auch mit einer Pufferbatterie kann das Wiederherstellen somit viel Zeit in Anspruch nehmen, da das System zuvor den genauen Zeitpunkt der Störung einkreisen muss.
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