Fahrzeugbeleuchtung der zweiten Generation Audi: OLED-Display mit 360 Segmenten als Heckleuchte

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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In der zweiten Generation seiner OLED-Heckleuchten verbaut Audi sechs OLED-Panels mit insgesamt 360 Segmenten. Sie können alle 10 ms dank eines Algorithmus ein neues Bild erzeugen. Perspektivisch soll sich die Heckleuchte zu einem OLED-Display entwickeln.

In der zweiten Generation der OLED-Heckleuchte hat Audi sechs OLED-Panels mit 360 Segmenten verbaut. (Bild:  Audi)
In der zweiten Generation der OLED-Heckleuchte hat Audi sechs OLED-Panels mit 360 Segmenten verbaut.
(Bild: Audi)

Die erste Generation von OLED-Heckleuchten hat Audi 2016 im TT RS verbaut. Der Vorteil von OLED-Modulen waren damals die hohen Kontrastwerte und die variabel einstellbare Helligkeit. Zudem lässt sich die Form der OLED-Lichtquellen frei gestalten.

Jetzt bringt der Autobauer die zweite Generation auf den Markt. Erstmals können die OLED-Heckleuchten gezielt mit der unmittelbaren Umgebung kommunizieren (Car-to-X). Die Anzahl der Segmente pro digitalem OLED-Panel steigt im Vergleich zur ersten Generation von sechs auf 60 Segmente.

Sechs OLED-Panels mit 360 Segmenten

Im Q6 e-tron sind sechs OLED-Panels mit insgesamt 360 Segmenten in den Heckleuchten verbaut. Die Elektronikarchitektur E3 ermöglicht die Ansteuerung der Segmente über ein eigenes Softwaremodul auf einem der Domänenrechner.

Perspektivisch soll die Heckleuchte zu einem Display weiterentwickelt werden, das die Car-to-X-Kommunikation und die Verkehrssicherheit weiter verbessert. Die Flächenlichtquelle kommt ohne zusätzliche Reflektoren, Lichtleiter oder andere Optiken aus. Das Softwaremodul wurde von Audi und dem konzerneigenen Softwareunternehmen Cariad SE entwickelt.

Bei den digitalen OLED-Heckleuchten der zweiten Generation erzeugen die sechs OLED-Panels mit insgesamt 360 Segmenten alle zehn Millisekunden mit einem eigens entwickelten Algorithmus ein neues Bild. Das spielt auch bei der Sicherheit ein: Dazu zeigt das Kommunikationslicht in der Heckleuchte vorausschauend neben der regulären Schlusslichtgrafik in kritischen Fahr- oder Verkehrssituationen eine spezifische statische Schlusslichtsignatur mit integrierter Warnsymbolik an. Darüber hinaus aktiviert die zweite Generation der digitalen OLED-Heckleuchten das Kommunikationslicht mit Warnsymbolik für den Emergency Assist, für das RECAS (Rear-end collision alert signal), beim Warnblinken, beim Notruf (eCall), beim Pannenruf (bCall) sowie beim Notbremsblinken.

Digitales Tagfahrlicht an der Front

Die nächste Generation des digitalen Tagfahrlichts und die Lichtmodule sind jetzt optisch getrennt voneinander angeordnet. Die insgesamt 70 einzelnen LEDs des digitalen Tagfahrlichts haben die Designer als transparente 3D-Objekte gestaltet. Der vordere Bereich des digitalen Tagfahrlichts ist mit einer präzisen Prismenstruktur bestückt, während eine metallisierte 3D-Blende das Tagfahrlicht umfasst.

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