Intel gibt SoCs für Smartphones und Tablets auf

Atomausstieg nun auch bei Intel

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Kostspieliges Verlustgeschäft

Android auf Atom war allerdings alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Denn der Siegeszug des Google-Betriebssystems fand auf Smartphones und Tablets mit ARM-Prozessoren statt. Und selbst hier waren Hersteller wie Texas Instruments oder Nvidia dem harten Konkurrenzkampf nicht gewachsen. Da Intel seine ARM-Konkurrenten erst ab Mitte 2012 liefern konnte, war der Chip-Gigant gezwungen, die Tablet- und Smartphone-Hersteller sogar dafür zu bezahlen, dass sie Atom-SoCs einsetzten.

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Auf 4,5 Milliarden US-Dollar summierte sich daher der Verlust der Mobile and Communications Group im Geschäftsjahr 2014. Deren Chef, der mit Infineon übernommene Professor Hermann Eul, musste seinen Hut nehmen. Die Mobile-Sparte wurde bei den PC-Prozessoren angegliedert.

Weiter mit 5G

Das Ende von Sofia und Broxton bedeutet aber nicht den Schlussstrich unter Intels Mobile-Engagement. Ein Teil der Entwickler wird wohl bei Intel bleiben können und in die Funkmodul-Sparte wechseln. Denn bei der Entwicklung der 5G-Technologie ist Intel vorn mit dabei. Laut Branchengerüchten soll Intel mit Apple über die Lieferung von 5G-Funkchips für kommende iPhones verhandeln und würde Qualcomm aus dem Feld schlagen.

Intel auf dem Prüfstand

Ein wesentlicher Faktor für die Reorganisation von Intel und die Entlassungen dürfte Dr. Venkata „Murthy“ Renduchintala sein. Intel-CEO Brian Krzanich hat den Manager aus der Führungsriege bei Qualcomm abgeworben und zum President für das Client- und Internet-of-Things-Geschäft sowie die Systems Architecture Group gemacht. Diese Funktion wurde extra für Renduchintala eingerichtet, der damit zum Chef von Kirk Skaugen und Doug Davis wurde, die daraufhin beide das Unternehmen verließen. Die beiden Intel-Führungskräfte hatten als Chef der PC-Chips-Sparte und Leiter der IoT-Abteilung direkt an Krzanich berichtet. Renduchintala soll von Krzanich damit beauftragt worden sein, alle Bereiche von Intel auf den Prüfstand zu stellen. Das Ergebnis der Untersuchung hat sicher entscheidend zu der neuen Intel-Strategie beigetragen. Sie setzt auf Wachstum in den Bereichen Cloud-Computing, IoT, spezialisierte Prozessoren mit FPGAs und dann erst das traditionelle Geschäft mit PC-Prozessoren.

Dieser Artikel erschien bei unseren Kollegen von www.it-business.de

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