Technologie-Roadmap 2020

Anforderungen, Trends und Chancen für elektronische Bauelemente und Baugruppen

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Roadmap soll ein „Spielfeld“ an technisch Machbarem aufzeigen

Titelbild der Technologie-Roadmap 2010 des ZVEI: An der knapp 190-seitigen Roadmap haben 37 Experten aus 27 Firmen, Instituten und Hochschulen mitgearbeitet (Archiv: Vogel Business Media)

„Wir wollen mit der Roadmap ein Spielfeld an technisch Machbarem aufzeigen, in dem sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Trends und Entwicklungen der Zukunft befinden werden. Natürlich wurden wir von der Finanzkrise ähnlich überrascht wie viele andere Menschen, insbesondere was die Dramatik der Geldverknappung in den Kreditinstituten angeht. Solche Störgrößen lassen sich weiterhin kaum vorhersagen. Zum heutigen Zeitpunkt muss man davon ausgehen, dass die Politik in Europa 2020 wieder wie von uns prognostiziert eine größere Rolle spielen wird, als noch vor 5 Jahren allgemein angenommen wurde“, glauben die Experten.

Von der Entwicklung bis zum Durchbruch in der Verbreitung vergehen in vielen Fällen 10 bis 20 Jahre. Dies lässt sich am Beispiel der digitalen Lichtprojektoren oder auch der mobilen Kommunikation belegen. Insofern lassen sich aus der Beobachtung der heutigen Forschungsthemen sicher wertvolle Hinweise auf die möglichen Massenanwendungen in 10 Jahren ableiten. Insbesondere vor dem Hintergrund der erwähnten Megatrends und den Grundbedürfnissen der Gesellschaft ergeben sich deutliche Hinweise auf Erfolg und Misserfolg zukünftiger Applikationen, so die Autoren weiter. Die Entwicklung von Bauelementen und Baugruppen wird eben nicht nur von den Herstellern beeinflusst. Um längerfristig in die Zukunft zu schauen, muss deshalb unbedingt die Sicht der Anwender berücksichtigt werden.

Beim Erstellen der Technologie-Roadmap wurden gleichermaßen die Entwicklung rückblickend und weiter vorausschauend betrachtet (Archiv: Vogel Business Media)

„Begleitend dazu hat sich der Arbeitskreis über die technologischen Trends bei den Materialien und der Verarbeitung informiert, hier haben wir äußerst kompetente Mitstreiter hinzugewonnen. Viele Ideen lassen sich erst verwirklichen, wenn das passende Material gefunden oder kostengünstig zur Verfügung gestellt wird. Die Materialentwicklung von heute ist der Schlüssel für die Bauelemente von morgen. Um nun dem Anspruch gerecht zu werden, weiter in die Zukunft blicken zu wollen und Aussagen über Trends und Entwicklungen vorzunehmen, muss also neben einer Technologiebetrachtung und ihrer Kurzprojektion die Rückprojektion von einer weiter blickenden Vorausschau mit berücksichtigt werden. Beide Komponenten wurden beim Erstellen der Technologie-Roadmap herangezogen“, betont das Redaktionsteam.

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