Embedded FPGA Analog Devices übernimmt FPGA-Spezialisten von Flex Logix

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Analog Devices hat die technologischen Assets des auf rekonfigurierbare SoC-IPs und Embedded-FPGAs spezialisierten Entwicklungsdienstleisters Flex Logix übernommen. Auch das gesamte technische Team wechselt zu ADI.

Diagramm zur Integration eines ELFX Embedded FPGA von Flex Logix in einen DSP, Co-Prozessor oder ASIC.(Bild:  Flex Logix)
Diagramm zur Integration eines ELFX Embedded FPGA von Flex Logix in einen DSP, Co-Prozessor oder ASIC.
(Bild: Flex Logix)

Das auf Embedded-FPGAs und das Design konfigurierbarer SoC-IPs spezialisierte Unternehmen Flex Logix wurde von Analog Devices übernommen. Der 10 Jahre alte Entwicklungsdienstleister hatte sich insbesondere auf die Entwicklung maßgeschneiderter Chip-IPs für den Einsatz künstlicher Intelligenz in Embedded-Systemen und flexible Chips mit eingebetteter Programmierbarer Logic, den eFPGAs, verlegt. Zu den bekanntesten Eigenentwicklungen des Chipdesignteams zählten der KI-Inferenz-Coprozessor InferX und der in rekonfigurierbare SoCs und ASICs integrierbare eFPGA EFLX.

Auftrieb bei Machine Learning in MCUs und Intelligent Edge

„Ich freue mich, das talentierte Team von Flex Logix bei ADI begrüßen zu dürfen,“ schrieb Gregroy Bryant, Executive Vice President & President of Business Units bei Analog Devices, in einem Ankündigungspost auf LinkedIn. „Dieses Team, ein führendes Unternehmen im Bereich der Embedded Field Programmable Gate Array (eFPGA)-Technologie, unterstützt uns auf unserem Weg zur Marktführerschaft im Bereich Intelligent Edge. Die eFPGA-Technologie von Flex Logix - die die nahtlose Integration von FPGA-Fabrics in SoCs und ASICs ermöglicht - ist einer der wichtigsten Bausteine, die es uns ermöglichen, differenzierte Plattformen zu bauen und die größten Herausforderungen unserer Kunden zu lösen.“

Nähere Bedingungen des Akquise-Geschäfts oder weitere Details wie die Höhe der Transaktionssumme sind derzeit nicht bekannt. Auf der Website von Flex Logix heißt es lediglich, man habe „seine technologischen Assets an ein großes öffentliches Unternehmen verkauft, das zudem das technische Team übernommen hat“. Man arbeite eng mit den Bestandskunden zusammen um sicherzustellen, dass für alle noch anfallenden Angelegenheiten Sorge getragen wird.

Marktbeobachter vermuten, dass ADI insbesondere an einer Integration der Flex-Logix-Lösungen in seine hauseigenen, stromsparenden Microcontroller der MAX-Reihe interessiert ist. Diese verfügen derzeit noch über fest verdrahtete IPÜ-Blöcke für Machine Learning und könnten von der Flexibilität der rekonfigurierbaren Technologie profitieren.

Die Transaktion fügt sich ein in die lange Reihe an Akquisen, bei denen große Firmen sich FPGA-Spezialisten einverleibt haben, um mehr reprogrammierbare Flexibilität in ihr Portfolio zu bringen. Renesas hatte 2021 nach der Übernahme von Dialog Semiconductor mit ForgeFPGA eine eigene FPGA-Produktreihe präsentiert und erst kürzlich neue Bausteine in dieser Produktreihe vorgestellt. Auch Texas Instruments stellte kürzlich eine komplette Reihe neuer, flexibel programmierbarer PLDs vor. Intel indes plant, sich vom 2015 zugekauften FPGA-Hersteller Altera wenigstens in Teilen wieder zu trennen.(sg)

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