AMA Innovationspreis verliehen Drei-Minuten-Bakterientest und Hochtemperatur-Ultraschallsensoren überzeugen die Jury

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Innovation trifft Praxis: Mit einem ultraschnellen Bakterientest und einem Hochtemperatursensor für extreme Prozesse sichern sich zwei Entwicklerteams den AMA Innovationspreis 2025. Die Siegerteams zeigen, welches Potenzial in Start-ups und etablierten Unternehmen steckt.

Prof. Dr. Andreas Schütze (Juryvorsitzender), Beat Kissling (Endress+Hauser Flow, Reinach/Schweiz), Peter Krause (AMA Vorstandsvorsitzender).(Bild:  Bischof&Broel)
Prof. Dr. Andreas Schütze (Juryvorsitzender), Beat Kissling (Endress+Hauser Flow, Reinach/Schweiz), Peter Krause (AMA Vorstandsvorsitzender).
(Bild: Bischof&Broel)

Zum 25. Mal vergab der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik seinen renommierten Innovationspreis am 6. Mai 2025 zur Eröffnung der Fachmesse Sensor+Test in Nürnberg statt. In diesem Jahr ging der Preis an zwei Entwicklerteams mit wegweisenden Technologien für die Prozess- und Lebensmittelsicherheit. Aus 27 Einreichungen wählte die Jury aus Wissenschaft und Industrie die Projekte der NanoStruct aus Würzburg und Endress+Hauser Flow aus Reinach in der Schweiz aus. Das Preisgeld von 10.000 Euro teilen sich die beiden Preisträger.

Nanostrukturierter Schnelltest erkennt Bakterien in drei Minuten

Das Start-up NanoStruct, ein Spin-off der Universität Würzburg, überzeugte mit einem auf SERS-Technologie (Surface-enhanced Raman Spectroscopy) basierenden Schnelltest, der pathogene Bakterien in Lebensmitteln binnen Minuten detektiert. Möglich wird das durch nanostrukturierte Sensoren, deren reproduzierbare Herstellung jetzt erstmals gelungen ist. Der Test steht kurz vor der Markteinführung. Im ersten Schritt in der Lebensmittelanalytik, perspektivisch auch in sicherheitskritischen Bereichen.

Clamp-on-Ultraschallsensor misst bei 550 °C

Das Entwicklerteam von Endress+Hauser Flow entwickelte eine robuste Lösung für die berührungslose Durchflussmessung bei bis zu 550 °C. Der neu entwickelte Clamp-on-Ultraschallsensor erfasst Medien wie Salzschmelzen ohne Eingriff in das Leitungssystem. Damit wird erstmals eine präzise Messtechnik für Hochtemperaturprozesse möglich. Das ist ein Beitrag zur Effizienzsteigerung in thermischen Speicher- und Energieprozessen.

„Die diesjährigen Preisträger stehen exemplarisch für die Innovationskraft in Start-ups und etablierten Unternehmen“, betont Professor Dr. Andreas Schütze, Juryvorsitzender. „Beide Entwicklungen leisten einen substanziellen Beitrag zur Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Sensorik.“

Neben den beiden Hauptpreisträgern wurden weitere Innovationen aus der Hochtemperatursensorik, KI-gestützter Bewegungserfassung und präziser Bluetooth-Ortung nominiert. Der Sonderpreis „Junges Unternehmen“ ging an NanoStruct sowie an das Start-up Pelora aus Erlangen für sein Bluetooth-Ortungssystem WayveSpot. (heh)

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