AMA Innovationspreis Hochtemperatur-Durchflussmessung bis KI-gestützte Bewegungssensorik

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bereits zum 25. Mal wird der AMA Innovationspreis am Vorabend der Sensor+Test verliehen. Auch 2025 sind fünf Teams für ihre wegweisenden Entwicklungen nominiert, darunter zwei Start-up-Unternehmen.

Zum 25. Mal wird der AMA Innovationspreis auf der Sensor+Test verliehen. In diesem Jahr reichten 27 Forscher- und Entwicklungsteams aus dem In- und Ausland ihre Projekte ein.(Bild:  AMA)
Zum 25. Mal wird der AMA Innovationspreis auf der Sensor+Test verliehen. In diesem Jahr reichten 27 Forscher- und Entwicklungsteams aus dem In- und Ausland ihre Projekte ein.
(Bild: AMA)

Ein besonderes Highlight der Sensor+Test findet immer am Vorabend der Eröffnung statt. So auch in diesem Jahr am 6. Mai in Nürnberg. Denn dann wird zum 25. Mal der renommierte AMA Innovationspreis 2025 verliehen. Die nominierten Unternehmen wurden jetzt vom AMA Verband für Sensorik und Messtechnik vorgestellt. Die diesjährigen Finalisten setzen neue Maßstäbe in der Messtechnik, von der Hochtemperatur-Durchflussmessung bis zur KI-gestützten Bewegungssensorik. Besonders bemerkenswert: Zwei junge Unternehmen überzeugten mit innovativen Entwicklungen im Bereich Bakterientests und hochpräziser Ortungstechnik und wurden mit dem Sonderpreis „Junges Unternehmen“ ausgezeichnet.

Ein breites Feld hochkarätiger Bewerbungen

Mit 27 Einreichungen aus dem In- und Ausland präsentierte sich der Wettbewerb auch in diesem Jahr als wichtiger Indikator für die Innovationskraft der Branche. Es kommen 18 Bewerber aus Deutschland und neun aus dem Ausland. Zwölf der Bewerber stammen von Start-ups, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind. Die Jury, bestehend aus Experten aus Wissenschaft und Industrie, wählte schließlich fünf Finalisten aus, darunter drei etablierte Unternehmen und zwei Start-ups.

Sonderpreis für junge Unternehmen

NanoStruct aus Würzburg hat einen Drei-Minuten-Bakterientest auf Basis von SERS (Surface-enhanced Raman Spectroscopy) entwickelt. Der Sensor erlaubt die Identifikation pathogener Bakterien in Lebensmitteln innerhalb weniger Minuten – eine deutliche Verkürzung gegenüber herkömmlichen Verfahren, die oft Tage in Anspruch nehmen.

Pelora aus Erlangen beeindruckte mit ihrem WayveSpot-System, das die hochpräzise Lokalisierung von Bluetooth-Geräten ermöglicht. Dank der Technik ist es möglich, Bluetooth-Advertising-Pakete ab Version 4.0 auszuwerten. Dank eines passendes und patentierten Algorithmus ist eine Genauigkeit im Zentimeter- bis unteren Dezimeterbereich möglich.

Beide Unternehmen erhalten als Sonderpreis eine kostenlose Messepräsenz auf der Sensor+Test 2025 in Nürnberg und sind weiterhin im Rennen um den Hauptpreis.

Die fünf Nominierten im Detail

Clamp-on Ultraschallsensoren für Hochtemperatur-Durchflussmessungen: Endress+Hauser Flow, Reinach/Schweiz – Teamsprecher: Beat Kissling. Entwicklung nicht-invasiver Ultraschallsensoren für die Volumenstrommessung flüssiger Medien in Rohrleitungen mit Temperaturen bis 550 °C. Damit soll es möglich sein, Temperaturen zuverlässig und unter extremen Bedingungen ohne mechanische Eingriffe in das Leitungssystem zu messen.

Drei-Minuten-Bakterientest mit SERS: NanoStruct aus Würzburg – Teamsprecherin: Dr. Henriette Maaß. Nanotechnologische Sensoren für Tests in der Lebensmittelanalyse. Pathogene Bakterien lassen sich binnen weniger Minuten identifizieren.

WayveSpot von Pelora aus Erlangen – Teamsprecher: Dr. Erik Sippel. Das System zur hochpräzisen Ortung von Bluetooth-Geräten bietet eine Genauigkeit im Zentimeterbereich durch eine Kombination aus spezialisierter Hardware und einem patentierten Algorithmus.

Industrieller Beschleunigungssensor mit Edge-KI-Verarbeitung von STMicroelectronics aus Cornaredo/Italien – Teamsprecher: Carlo Larghi. Ein digitaler Beschleunigungssensor mit integriertem Machine-Learning-Core, der Bewegungsmuster in Echtzeit klassifiziert. Die Lösung eignet sich besonders für industrielle IoT-Anwendungen, in denen energieeffiziente Sensordatenauswertung gefragt ist.

Temperatursensoren für Wide-Band-Gap Power Elektronik von Yageo Nexensos aus Kleinostheim – Teamsprecher: Stefan Dietmann. Hochleistungs-Temperatursensoren mit intrinsischer Isolation und verbesserter Reaktionszeit, optimiert für SiC-basierte Module der Leistungselektronik.

Professor Andreas Schütze, Juryvorsitzender von der Universität des Saarlandes: „Die Vielzahl an herausragenden Einreichungen hat die Entscheidung in diesem Jahr besonders schwer gemacht. Die fünf nominierten Projekte stehen exemplarisch für die technische Exzellenz und den kreativen Innovationsgeist der Branche.“

Die Gewinner des AMA Innovationspreises 2025 werden am 6. Mai 2025 während der Eröffnungsveranstaltung der Sensor+Test 2025 in Nürnberg bekannt gegeben. Neben dem Hauptpreis von 10.000 Euro, der auch auf mehrere Gewinner aufgeteilt werden kann, bietet der Wettbewerb den Finalisten eine wertvolle Plattform zur Präsentation ihrer Entwicklungen vor einem internationalen Fachpublikum. (heh)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50359784)