6G in Deutschland Plattform vernetzt Forschung: 6G auf dem Weg in die Anwendung

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Universitäten und Forschungseinrichtungen legen die Grundlagen für 6G. Im Fokus stehen 6G-Standards und -Prozesse, Datensicherheit, hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neue Rechnernetze. Die Aktivitäten werden in einer 6G-Plattform gebündelt.

Koordinator Professor Dr. Hans Schotten: „Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“.(Bild:  DFKI)
Koordinator Professor Dr. Hans Schotten: „Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“.
(Bild: DFKI)

Die nächste Mobilfunkgeneration 6G soll nicht nur schnelle Downloads ermöglichen und kurze Latenzzeiten. In Zukunft sollen Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr sowie in der Arbeitswelt Verwendung finden. Auch bei der Umsetzung der Klimaziele wird 6G eine Schlüsselrolle spielen.

„Um die 6G-Forschung besser zu bündeln, arbeiten wir in der Plattform eng zusammen“, sagt Koordinator Professor Dr. Hans Schotten, der an der RPTU in Kaiserslautern das Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Forschungsbereich Intelligente Netze leitet.

„Unsere Ziele sind unter anderem, die Kooperation mit internationalen Partnern besser zu verzahnen, ein Innovationsnetzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups zu schaffen und Fachkräfte auszubilden, die sich mit der Technologie auskennen.“

Ein sicheres, zuverlässiges und energieeffizientes Mobilfunknetz

Es geht darum, dass die 6G-Technik sicher und zuverlässig funktioniert. Auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind wichtig. Bei der Entwicklung neuer Methoden werden Verfahren der künstlichen Intelligenz, der Mikroelektronik, der Quantentechnologien und Digitale Zwillinge eingesetzt. Ein wesentlicher Punkt beim Thema 6G ist der Schutz sensibler Daten und die Gewährleistung der Privatsphäre der Nutzer. Daher werden Verfahren der Kryptographie und Anonymisierung eingesetzt, um die Datenübertragung zu schützen und die Identität der Nutzer zu wahren.

In Deutschland existieren vier große Forschungsverbünde für 6G, sogenannte Hubs (Open6GHub, 6G-RIC, 6GEM und 6G-Life), sowie 18 6G-Projekte, an denen Partner aus der Industrie beteiligt sind.

Zusätzlich gibt es drei Vorhaben zum sogenannten AI-NET, bei denen automatisierte, widerstandsfähige und sichere Netze im Mittelpunkt stehen, sowie sieben Projekte, die sich mit der Resilienz, also der Zuverlässigkeit, solcher Netze befassen. All diese Arbeiten sind in der 6G-Plattform gebündelt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die 'Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G'. Die Koordination erfolgt durch die RPTU in Kaiserslautern. Ziel ist es, dass deutsche Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft eine führende Rolle bei der Entwicklung der technologischen Grundlagen für 6G einnehmen und so die technologische Souveränität Deutschlands zu sichern.

Daran beteiligt sind neben der RPTU und dem DFKI die Technischen Universitäten in Berlin und Dresden, die Universität Bremen, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Barkhausen Institut, das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS. (heh)

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