Von Datenbrille bis High-Speed-Datenübertragung

6 spannende Projekte aus den Fraunhofer-Instituten

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Entwicklung eines vielseitig einsetzbaren Radarmoduls

Das von den Fraunhofer-Instituten IAF, IZM und IPA entwickelte »W-Band-Radar« verspricht durch seine kleine Bauform, das neue Antennenkonzept und die integrierte Signalverarbeitung vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in Automotive, Luftfahrt, Medizin- und Sicherheitstechnik Bisherige Radar-Systeme im Bereich von 77 oder 24 GHz, basierend auf Keramik-Substraten, wie sie zum Beispiel in Fahrzeugen oder militärischen Systemen zum Einsatz kommen, sind teuer, groß und schwer.

Wesentlich kostengünstiger, und aufgrund der kürzeren Wellenlänge auch kompakter, ist die Anwendung von Polymer-Leiterplatten-Technik. Das Forschungsprojekt soll in einem neuartigen FMCW-Radarmodul diese zukunftsfähige Technologie zur Marktreife bringen. Das im Projekt entstehende kompakte Radar-System enthält alle zur autarken Funktionsweise notwendigen Subsysteme. Darunter auch die digitale Signalverarbeitung. Durch das Antennenkonzept wird es möglich, die Position von Objekten im Raum zu bestimmen.

Anwendungsmöglichkeiten für ein solches System existieren viele. Ob als Bodenabstandsradar in Hubschraubern, als Detektoren in der Sicherheitstechnik, bei der Verkehrsüberwachung oder in der Medizintechnik und Industriesensorik: das Entwicklungsergebnis soll branchenübergreifend einsetzbar sein. Besonderer Wert wird auf einen modularen Aufbau und kompakte Maße des Systems gelegt, um mobile Anwendungen und flexible Kombinationen zu ermöglichen.

Das Fraunhofer IPA entwickelt die rauscharme Elektronik für die Verarbeitung der empfangenen analogen Signale sowie die Algorithmen zur Auswertung. Einen Schwerpunkt bildet die Erforschung neuer Konzepte zur Bestimmung von Objekten im dreidimensionalen Raum.

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