Pwn2Own Automotive 2025 49 Sicherheitslücken in Automotive-Systemen aufgedeckt

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Im Rahmen der Pwn2Own Automotive 2025, einem auf die Cybersicherheit in Automotive-Systemen ausgelegten Hackathon in Tokio, haben Sicherheitsforscher aus 13 Ländern zwischen dem 22. und 25. Januar diesen Jahres insgesamt 49 neue, einzigartige Zero-Day-Schwachstellen in existierenden Automotive-Systemen gefunden und offengelegt.

Auf einem Sicherheitswettbewerb im Rahmen der Automobilfachmesse Automotive World in Tokyo haben Sicherheitsforscher in nur drei Tagen 49 neue, bislang unbekannte Sicherheitslücken in Automotive-Systemen aufgedeckt. Der Wettbewerb unterstreicht die Brisanz und wachsende Gefahr von Cybersecurity-Schwachstellen in zunehmend softwaredefinierten Fahrzeugsystemen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Auf einem Sicherheitswettbewerb im Rahmen der Automobilfachmesse Automotive World in Tokyo haben Sicherheitsforscher in nur drei Tagen 49 neue, bislang unbekannte Sicherheitslücken in Automotive-Systemen aufgedeckt. Der Wettbewerb unterstreicht die Brisanz und wachsende Gefahr von Cybersecurity-Schwachstellen in zunehmend softwaredefinierten Fahrzeugsystemen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Beim bislang weltweit größten Wettbewerb zur Entdeckung von Zero-Day-Schwachstellen wurden 49 Sicherheitslücken in Automobilsystemen gefunden. Für den Pwn2Own Automotive 2025 Contest, der im Rahmen der Automotive World in Tokio vom 22.-25. Januar 2025 stattfanden, hatten sich Cybersecurity-Forscher aus 13 Ländern eingefunden, um gemeinsam nach bislang unbekannten Zero-Day-Schwachstellen in Systemen wie Infotainment-Systemen (IVI) in Fahrzeugen oder Ladegeräten für Elektrofahrzeuge zu sucheen.

Die Aufgabe an die Cybersecurity-Forscher war, dass sie modernste Automobiltechnologien unter realen Bedingungen testen. Der Wettbewerb war im Rahmen der Zero Day Initiative (ZDI) von Trend Micro ausgerufen worden, dem weltweit größten herstellerunabhängigen Bug-Bounty-Programm.

Gerade in Automotive-Systemen ist das Thema Cybersecurity ein wunder Punkt. Während Elemente wie das Software-Defined Vehicle (SDV) oder Fahrassistenzsysteme (advanced driver-assistance systems; ADAS) immer mehr in den Vordergrund rücken, werden zeitgleich immer häufiger Sicherheitsschachstellen in eben diesen Systemen offenbar. Generative KI oder Over-The-Air-Updates versprechen zwar einerseits, in diesen Feldern Abhilfe zu schaffen oder schneller auf neu bekannt werdende Schwachstellen zu reagieren, eröffnen aber auch zusätzliche potenzielle Angriffsfelder. Auch die zunehmend komplexer werdenden Software-Lieferketten bietet ein zunehmend attraktiver werdendes Ziel für Angreifer. Laut Jahresbericht 2025 des auf Automotive-Sicherheit spezialisierten Unternehmens VicOne wurden alleine im Jahr 2024 530 neue Common Vulnerability Exploits (CVEs) 530 bekannt – knapp doppelt so viele wie im Jahr 2019. Der jährliche Anstieg an neu entdeckten Schwachstellen verdeutlicht das rasante Wachstum sowohl der Angriffsfläche als auch der automobilen Systeme.

Dem Bericht zufolge muss die Automobilindustrie einen sicherheitsorientierten Ansatz verfolgen, der robuste Verteidigungsmaßnahmen, die Einhaltung von Vorschriften und kollaborative Innovationen zur Risikominderung umfasst. Schwachstellen in der Lieferkette werden in Zukunft wahrscheinlich die Cybersecurity-Ereignisse dominieren, mit einer Zunahme von Ransomware und OTA-Angriffen. Auch neue Bedrohungen wie Manipulation von KI, cloudbasierte Angriffe oder die Manipulation von Sensordaten in autonomen Systemen müssen in Zukunft näher in Augenschein genommen werden.

(sg)

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