Aufgemerkt 1974 – der erste Barcode wird gescannt
Bereits 1949 wurde der erste Barcode in den USA zum Patent angemeldet. Mit der Einführung der Mikroprozessoren im Jahre 1970 begann auch die Weiterentwicklung.

Es war am 26. Juni 1974, als die Supermarktkassiererin Sharon Buchanan in Troy, Ohio, die Welt der Logistik für immer veränderte: Um 8:01 Uhr nahm sie den Zehnerpack Kaugummi eines Kunden und statt den Preis (67 Cent) in die Kasse zu tippen, scannte sie erstmals einen Barcode nach der Norm UPC (Universal Product Code).
Entwickelt und patentiert wurde das grundsätzliche Konzept des Barcodes bereits Ende der 1940er-Jahre von den Studenten Joseph Woodland und Bernard Silver vom Drexel Institute of Technology in Philadelphia.
Praxistests mit dem zunächst kreisförmigen Barcode wurden Mitte der 60er-Jahre gestartet. Doch erst die vom IBM-Mitarbeiter George J. Laurer im Rahmen der UPC-Standardisierung entwickelte lineare Version (siehe Foto) setzte sich durch und ist bis heute im Einsatz.
Auch wenn RFID-Chips viel mehr Möglichkeiten für die Logistik bieten, werden Barcodes mit ihrem minimalen Preis noch lange dominieren.
Das Päckchen Kaugummi aus Sharons Buchanans Supermarkt steht heute übrigens im Smithsonian Museum. Ehre, wem Ehre gebührt...
In der Rubrik „Aufgemerkt“ stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik und Elektrotechnik vor.
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