Unternehmens-Benchmarking ZVEI veröffentlicht Ergebnisse der Umfrage Jahresabschlusskennzahlen der Elektroindustrie 2009

Redakteur: Claudia Mallok

Die ZVEI-Erhebung von Jahresabschlusskennzahlen bietet einen Überblick über Vergleichskennzahlen aus der Elektroindustrie gegliedert nach Größenklassen, Branchen und ZVEI-Fachverbänden für die Geschäftsjahre 2007 und 2008. Achim Seitz, ZVEI-Abteilung Betriebswirtschaft, stellt die wichtigsten Ergebnisse der Erhebung des Jahres 2009 vor.

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Achim Seitz führt im Rahmen der ZVEI Benchmarking-Initiative jährlich mehrere betriebswirtschaftliche Umfragen durch. Die branchenspezifischen Ergebnisse bieten den Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, ihre jeweiligen Kennzahlen mit dem Wettbewerb zu vergleichen. Bei der Jahresabschlusskennzahlen-Umfrage 2009 wurden die Daten von über 300 Firmen ausgewertet. Die hohe Rücklaufquote von über 20% bildet die Basis für valide Aussage für die Geschäftsjahre 2007 und 2008.

Die Kernergebnisse der aktuellen Erhebung spiegeln sich in den folgenden Aussagen wider:

  • Die Umsatzerlöse pro Beschäftigtem sind für die gesamte Elektroindustrie leicht (+1,7%) gestiegen. Dabei wachsen die Umsätze stärker als die ebenfalls zunehmenden Beschäftigtenzahlen. Der Anstieg erfolgte auch in der Mehrheit der Größenklassen und Branchen.
  • Die Wertschöpfung (Umsatz abzgl. Materialaufwand) pro Beschäftigtem ist für die gesamte Elektroindustrie ebenfalls leicht (+1,9%) gestiegen. Dieser Trend konnte in fast allen Größenklassen und Branchen beobachtet werden.
  • Die Renditekennziffern spiegeln den Beginn der wirtschaftlichen Krise im 4. Quartal des Jahres 2008 wider. Umsatzrendite, Gesamtkapitalrendite und Cash Flow sind gesunken. Diese Entwicklung ist in fast allen Größenklassen und Branchen zu beobachten.
  • Die Eigenkapitalquote ist erfreulicherweise gestiegen. Die Unternehmen haben die guten letzten Jahre dazu genutzt, ihre EK-Quote zu erhöhen. Die EK-Quote hat in fast allen Branchen und Größenklassen zugenommen.
  • Der Anteil der Personalkosten ist – wie in den letzten Jahren – gesunken und liegt nun deutlich unter 30%. Dieser Trend wird vor allem durch die mittelständischen Unternehmen getragen.
  • Der Anteil der Auszubildenden liegt bei 4,5% und befindet sich damit im Durchschnitt der Verarbeitenden Industrie.

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