Datensicherung Zuverlässige Speicher für das Industrieumfeld

Redakteur: Franz Graser

In der Industrie und eingebetteten Systemen weichen herkömmliche Festplatten immer häufiger den Solid-State-Disks (SSD) auf der Basis von Flash-Speicher. Der taiwanische Hersteller Apacer hat sich auf robuste Flash-Disks für dieses Segment spezialisiert.

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Der Micro SATA Disk Chip von Apacer ist fast kleiner als eine amerikanische Vierteldollarmünze, die in etwa dem hiesigen 50-Cent-Stück entspricht.
Der Micro SATA Disk Chip von Apacer ist fast kleiner als eine amerikanische Vierteldollarmünze, die in etwa dem hiesigen 50-Cent-Stück entspricht.
(Bild: Apacer)

Der Speicherspezialist Apacer wurde 1997 gegründet und konzentrierte sich zu dieser Zeit auf DRAM-Speicher für PCs, Notebooks und Server. Zwei Jahre später baute das Unternehmen den Geschäftsbereich für Flash-Speicher auf. Die Philosophie von Apacer definiert Weilin Chen, Associate Director für die Produkte im Embedded-Bereich, folgendermaßen: „Wir wollen außergewöhnlich zuverlässige Speicherlösungen herstellen und ein außergewöhnlich zuverlässiger Geschäftspartner sein.“

Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter, die Fertigung findet ausschließlich in Taiwan statt. Zu den Spezialitäten von Apacer gehören Solid-State-Disks, die auf harsche Umgebungsbedingungen ausgelegt sind. Weilin Chen erzählt, dass einige Produktlinien in einem Temperaturbereich von 40 Grad unter Null bis hin zu 85 Grad über Null eingesetzt werden können. Aber auch in den Büros dieser Welt ist Apacer vertreten. 70 Prozent der SSDs, die in Thin-Client-Terminals eingesetzt werden, stammen von Apacer, sagt Weilin Chen.

Um die Anforderungen im Industriebereich erfüllen zu könne, treibt das Unternehmen aus Taipei erheblichen Aufwand. Nicht nur wegen des Test-Equipments, mit dem die Speicherlösungen daraufhin geprüft werden können, ob sie den Betrieb in rauen Umgebungen überstehen, sondern auch um den Industriekunden möglichst konsistente Lösungen anbieten zu können. Apacer räumt wichtigen Kunden die Möglichkeit ein, die Speicherlösungen zu testen und zu qualifizieren.

Hat der Kunde die Lösung qualifiziert – also die Hardware und die dazu gehörige Firmware-Version – dann weist Apacer dieser Lösungsvariante eine Teilenummer zu. „Wenn der Kunde diese Teilenummer bestellt, dann kann er sicher sein, dass er auch genau diese Lösung wieder bekommt“, erklärt Weilin Chen.

Ein weiterer Service ist der „Estimated Lifetime Report“. Potenzielle Kunden können sich mit ihrem Anwendungsszenario an den Hersteller wenden und erhalten daraufhin eine Prognose, wie lange die Lebensdauer der Speicherlösung voraussichtlich ausfallen wird.

Da Apacer auch Kunden aus dem Militär- und Sicherheitsbereich hat, liegt auf dem Bereich der Datensicherheit ein weiteres Augenmerk. Die SSDs können mit einem Destroyer Protector ausgestattet werden, sagt Embedded-Produktexpertin Chen. Wenn die Speicherlösung zum Beispiel in einem Notebook verbaut ist und das Gerät einen Zugriffsversuch von Unbefugten registriert, werden die Daten gelöscht. Damit aber nicht genug: „Wir haben auch noch einen weiteren Sicherheitslevel namens Core Destroyer. Wenn die Daten zerstört sind, kann die SSD nicht mehr vewerwendet werden.“

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