Ein Blick hinter die Kulissen

Zum Technologie-Botschafter gemacht

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Immer mit Praxisbezug

September, Oktober, November sind ebenfalls von den Seminaren geprägt, in den restlichen Monaten kann Lorandt Fölkel sich der Produktentwicklung widmen und hat Zeit fürs Labor – schließlich war er immer schon ein Mann der Praxis. Nach seinem Studium an der Universität Transilvania in Brașov arbeitete er acht Jahre lang als Servicetechniker für Unterhaltungselektronik. 1990 verließ er Rumänien, arbeitete als Fernsehtechniker, studierte neben dem Beruf weiter und trat 1996 seinen ersten Entwicklungsingenieursjob bei R. Stahl AG in Künzelsau an – in der Nachbarschaft seines heutigen Arbeitgebers.

Fölkel, der ein Patent für ein Stromerzeugungsverfahren aus Druckfluid angemeldet hat, ist fasziniert von den Möglichkeiten, kleinste Unterschiede im Energieniveau für den Betrieb von Elektronik zu nutzen. Der Produkt- und Entwicklungsbereich Energy Harvesting bei Würth Elektronik eiSos ist dann auch „sein Baby“. „Hier gibt es viel Potenzial und das Thema sollte viel mehr beachtet werden. Anwendungsmöglichkeiten wie autarke Sensoren gibt es genug und diese sind immer stärker gefragt“, so Fölkel. Daher nimmt er bei Veranstaltungen häufig das Demo-Kit Energy Harvesting zur Hand und zeigt dem Publikum, wie man sogar einen Prozessor allein mit Körperwärme betreiben kann.

Man muss sich um jedes Bauteil kümmern

#askLorandt ist Teamarbeit, die Social-Media-Kanäle werden natürlich von den Kommunikations- und Marketingspezialisten im Team betreut, aber 99 Prozent der Fragen wurden bisher von Lorandt persönlich beantwortet. Immer wieder zeigt sich, dass selbst erfahrene Entwicklungsingenieure bei passiven Bauelementen Wissenslücken haben. Und dabei sind Aspekte wie die Leistungsoptimierung von DC/DC-Wandlern extrem wichtig, wie Fölkel erläutert. Schließlich gehe es hier um den Wirkungsgrad, um die Wärmeentwicklung in immer kleiner werden Strukturen oder um die Frage der Einhaltung der Ökodesignrichtlinie 2009/125/EG in Bezug auf den Energieverbrauch im Standby. Für Fölkel gehört der Klassiker EMV zu den Themen, denen in der Ausbildung zu wenig Rechnung getragen wird. „Wenn ein Kunde mit seinem Produkt schon mehrfach im EMV-Labor gescheitert ist, hilft ihm unsere Designunterstützung aus der Sackgasse“, sagt Lorandt Fölkel. „Man muss sich um jedes Bauteil kümmern und alle Wechselwirkungen bedenken. Als Entwickler weiß ich, wie schwer das unter Zeitdruck fällt.“

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