Zwischen Genie und Wahnsinn Zum 158. Geburtstag von Nikola Tesla

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Er legte wichtige Grundsteine der modernen Wechselstromtechnik, die noch heute angewandt werden. Aber er entwickelte auch eine elektromagnetische Waffe. Wir haben uns auf eine Spurensuche begeben und auch skurrile Fakten gefunden.

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Zum 158. Geburtstag von Nicola Tesla: Grundlagenforscher der Wechselstromtechnik.
Zum 158. Geburtstag von Nicola Tesla: Grundlagenforscher der Wechselstromtechnik.
(Wiki Commons)

Heute würde einer der bedeutendsten Erfinder der Gegenwart seinen 158. Geburtstag feiern. Einer, der mit Thomas Edison um die Spitze großer Erfindergeister kämpft. Die Rede ist von Nikola Tesla – zweifelsohne nicht nur seine Erfindungen haben ihn berühmt gemacht. Auch sein Personenkult war und ist legendär. Zu seinen skurrilen Erfindungen zählen beispielsweise der „Death Ray“ oder „Death Beam“, ein theoretischer Partikel-Beamer oder auch eine elektromagnetische Waffe – die unabhängig von verschiedenen Wissenschaftlern entwickelt wurde. Tesla begann mit der Entwicklung seines Todesstrahls in den 1930er Jahren bis zu seinem Tod. Das brachte ihm nicht nur den Ruf eines kreativen Genies, sondern auch den eines verrückten Erfinders ein.

Nikolai Tesla in seinem Labor in Colorado Springs im Dezember 1899. Die Aufnahme stellt eine Mehrfachbelichtung dar: Während der Blitzentladungen befand sich Tesla nicht im Raum.
Nikolai Tesla in seinem Labor in Colorado Springs im Dezember 1899. Die Aufnahme stellt eine Mehrfachbelichtung dar: Während der Blitzentladungen befand sich Tesla nicht im Raum.
(Wiki Commons)
Insgesamt kam Tesla zu seinen Lebzeiten auf 112 US-Patente – gilt er als Wegbereiter für die modernen Wechselstromsysteme. Sein erstes Patent erhielt Tesla am 20. März 1900 über die drahtlose Energieübertragung. Es gilt heute als erstes Patent der Funktechnik.

Zudem konnte beispielsweise Oskar von Miller im Jahr 1891 zwischen Laufen am Neckar und Frankfurt am Main eine Leistung von 140 PS nach Teslas Drehstromsystem über 175 km übertragen. Doch was ihn mit anderen großen Genies vereint: Trotz seiner revolutionären Entwicklungen starb er am 7. Januar 1943 im Alter von 86 Jahren völlig mittellos.

Merkwürdige Fakten über Nikola Tesla

Erhalten haben sich auch viele merkwürdige Geschichten um Nikola Tesla. So soll er nur sehr selten geschlafen haben. Er selbst behauptete, nie länger als zwei Stunden zu schlafen. Da erscheint es wenig ungewöhnlich, dass er einmal sogar 84 Stunden ohne Pausen gearbeitet haben soll.

Auch als Tierfreund war Tesla bekannt: So soll er oft in den Parks von New York City gewesen sein, um dort Tauben zu füttern. Der Hotelkoch des „The New Yorker“ soll ihm eine eigene Saatmischung für die Tauben kreiert haben. Zudem ist überliefert, dass Tesla Vegetarier war – seine Diät sich allerdings auf Milch, Honig, Brot und Gemüsesäfte beschränkte.

Als er am 7. Januar 1943 im Zimmer 3327 eines New Yorker Hotels starb, wurde eine Totenmaske angefertigt, die heute im Nikola-Tesla-Museum in Belgrad ausgestellt ist.

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