Raspberry-Pi-Zubehör Zertifizierte Drittanbieterantennen für Raspberry Pis Compute Modules

Von Margit Kuther 3 min Lesedauer

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Die Industrievarianten des Raspberry Pi, die Compute Modules, bieten bereits werksseitig eine PCB-Antenne. Doch die Industrie benötigt teilweise leistungsfähigere Antennen von Drittanbietern. In diesem Fall unterstützt Raspberry Pi seine Kunden, um Zusatzkosten etwa für Zertifizierungen zu minimieren. Wie, verrät dieser Beitrag.

Raspberry Pi Compute Module mit Antenna Kit: zertifiziert für Compute Module 4 und 5(Bild:  Raspberry Pi)
Raspberry Pi Compute Module mit Antenna Kit: zertifiziert für Compute Module 4 und 5
(Bild: Raspberry Pi)

Bei der Entwicklung und Herstellung der Singleboard-Computer von Raspberry Pi sowie der Compute Module berücksichtigt Raspberry Pi bereits viele potenzielle Anwendungsfälle – insbesondere in Bezug auf Kriterien wie WLAN- und Bluetooth-Leistung sowie Antennennutzung.

Während die Singleboard-Computer wie der Raspberry Pi 5 nur über eine integrierte PCB-Antenne verfügen, bieten die Raspberry Pi Compute Module zwei vorab zugelassene Optionen: eine integrierte PCB-Antenne und die externe Peitschenantenne aus dem offiziellen Raspberry Pi Antenna Kit.

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Doch Raspberry Pi weiß, dass einige Industrie- und Gewerbekunden für ihre Anwendungen möglicherweise Antennen von Drittanbietern einsetzen müssen. Beispiele hierfür sind:

  • Einbau eines Compute Modules in ein Metallgehäuse, in dem die PCB-Antenne aufgrund des Faraday-Käfig-Effekts nur eine schlechte Leistung erbringen würde.
  • Verlängerung der Kommunikationsreichweite eines Geräts, was eine höhere Antennenverstärkung erfordert.
  • Integration einer Antenne mit einem anderen Formfaktor, z. B. einer flexiblen PCB-Antenne.

Alex Branton, Autor für Raspberry Pi: „In solchen Fällen müssen das Compute Module und die neue Antenne möglicherweise zusätzlichen Tests und Zertifizierungen unterzogen werden, bevor das Produkt verkauft werden kann. Die Verfahren variieren zwar je nach Markt und Gerätefunktionen, aber Raspberry Pi unterstützt seine Kunden bei der Erfüllung dieser zusätzlichen Anforderungen – entweder durch Aktualisierung der bestehenden Zertifizierungen von Raspberry Pi oder durch Einholung neuer Zertifizierungen im Namen der Kunden.“

Konformitätsanforderungen

Bei neuen Antennen hängen die Konformitätsanforderungen davon ab, ob der Antennengewinn kleiner, gleich oder größer als der zugelassene Gewinnwert ist. Alternative Antennenoptionen werden daher in zwei Kategorien unterteilt:

  • Der Antennengewinn ist gleich oder kleiner als der zugelassene Antennengewinn.
  • Der Antennengewinn ist größer als der zugelassene Antennengewinn.

Alex Branton: „Um den gewerblichen und industriellen Kunden dabei zu helfen, die gesetzlichen Anforderungen in beiden Gewinnszenarien zu erfüllen, hat Raspberry Pi ein Whitepaper zusammengestellt, in dem die in einer Reihe unserer wichtigsten Märkte erforderlichen Zertifizierungen und Testverfahren beschrieben werden.“

Unterschiedliche Märkte, unterschiedliche Vorschriften

Alex Branton: „In Großbritannien und der EU können Integratoren beispielsweise eine Antenne mit einem Gewinn verwenden, der kleiner oder gleich dem Gewinn der für die ursprüngliche Zertifizierung verwendeten Antenne ist, ohne weitere Tests zur Frequenznutzung durchführen zu müssen. Bei Antennen mit höherer Verstärkung hängt diese Vorgehensweise davon ab, wie hoch die Verstärkung der neuen Antenne ist, da dies darüber entscheidet, ob einige oder alle Frequenznutzungstests wiederholt werden müssen. Integratoren werden jedoch dazu angehalten, bei allen alternativen Antennen, unabhängig von ihrer Verstärkung, Tests auf Störaussendungen und andere Tests zur elektromagnetischen Verträglichkeit durchzuführen.“

Der U.FL-Anschluss an den Compute Modules 4 und 5 kann mit der omnidirektionalen externen Peitschenantenne aus dem vorab zugelassenen Raspberry Pi Antenna Kit oder mit einer anderen kompatiblen Antenne eines Drittanbieters ausgestattet werden.

Wie Raspberry Pi Kunden helfen kann

Sollten Kunden weitere Unterstützung bei der Integration einer alternativen Antenne benötigen – entweder während des Produktdesignprozesses oder nach der Markteinführung –, ist, so Alex Branton, „das interne Global-Market-Access (GMA)-Team von Raspberry Pi bestens gerüstet, um zusätzliche Tests, Dokumenteneinreichungen oder Zulassungen in Ihrem Namen durchzuführen. Wenden Sie sich mit Ihren Produktanforderungen, einschließlich der vorgeschlagenen Antennenoptionen und einer Liste Ihrer Zielmärkte (einschließlich aller oben nicht aufgeführten), an gma@raspberrypi.com. Das GMA-Team prüft Ihre Antennenspezifikationen und berät Sie, ob die Einhaltung der relevanten Marktvorschriften möglich ist. Nach der Bestätigung aktualisiert das Team die bestehenden Zulassungen oder holt neue ein, um die neue Antenne aufzunehmen, und führt bei Bedarf zusätzliche Tests durch.“ (mk)

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