Mixed-Signal-Oszilloskop 12 Bit im Frontend und doppelte Kanalzahl mit zwei Geräten

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Mit der Serie DLM5000HD kommt ein Oszilloskop auf den Markt, das über einen A/D-Wandler mit 12 Bit verfügt. Außerdem bietet Hersteller Yokogawa die Möglichkeit, zwei Geräte miteinander zu synchronisieren, sodass 16 analoge und 64 digitale Kanäle bereit stehen.

Mixed-Signal-Oszilloskop: Das DLM5000HD bietet 12 Bit im analogen Frontend. Zwei Oszilloskope können synchronisiert werden, so dass bis zu 16 analoge Kanäle zur Verfügung stehen.(Bild:  Yokogawa)
Mixed-Signal-Oszilloskop: Das DLM5000HD bietet 12 Bit im analogen Frontend. Zwei Oszilloskope können synchronisiert werden, so dass bis zu 16 analoge Kanäle zur Verfügung stehen.
(Bild: Yokogawa)

Yokogawa erweitert sein Portfolio an Oszilloskopen: Die Serie DLM5000HD ist mit einem 12-Bit-A/D-Wandler ausgestattet. Die Messdaten werden über die acht Kanäle erfasst. Diese Oszilloskopklasse mit acht Eingängen von Yokogawa erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit bei Entwicklern und Ingenieuren elektronischer und mechatronischer Produkte. Zuletzt löste das DLM5000 im Jahr 2020 die Serie DLM4000 ab.

Die Forderung nach Energieeffizienz steht insbesondere in der Leistungselektronik im Mittelpunkt. Der Einsatz der Siliziumkarbid- (SiC-)Technologie in Leistungsbauelementen spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs beiträgt. Damit steigt auch der Bedarf an verbesserter Messtechnik für die Entwicklung dieser Bauelemente.

Die Hauptmerkmale des DLM5000HD im Überblick

Die Oszilloskope der Serie DLM5000HD bieten vier oder acht Kanäle mit Bandbreiten von 350 MHz und 500 MHz. Mit neu entwickelter Hardware bietet das DLM5000HD einen A/D-Wandler mit 12 Bit. Die höhere vertikale Auflösung und die damit verbundene verbesserte Signaldarstellung und -analyse findet unter anderem Anwendung in der Leistungselektronik-Entwicklung. Die vertikale Auflösung von 12 Bit steht ohne Einschränkung der Abtastrate oder Kanalzahl zur Verfügung. Wird der High-Resolution-Modus aktiviert, kann eine Auflösung von bis zu 16 Bit erreicht werden.

Zusätzlich erweitert die neue HD-Variante das Angebot der bestehenden Serie DLM5000, die eine vertikale Auflösung von 8 Bit bereitstellt. Das DLM5000HD verfügt über ein optimiertes geringes Grundrauschen, umfangreiche Spannungsbereiche und einer Vielzahl von Echtzeit-Tiefpassfiltern pro Kanal, um eine hohe Signaltreue zu gewährleisten.

Zwei Geräte synchronisieren Takt und Trigger

Werden mehr als acht analoge Kanäle benötigt, um noch mehr Informationen über das Verhalten elektronischer Systeme zu erhalten, ermöglicht die Funktion DLMsync die Synchronisation von zwei DLM5000HD-Modellen. Über nur ein spezielles Kabel erfolgt die Takt- und Trigger-Synchronisation der beiden Geräte und erweitert die Kanalzahl auf bis 16 analoge (8 + 8) und 64 digitale Kanäle.

Alternativ kann eine Misch-Konfiguration von 4- und 8-Kanal-Modellen erfolgen. Die Messdaten werden im Master-Gerät automatisch zu einer Datei zusammengeführt und gespeichert. Anschließend sind Analysen ohne zeitaufwendigen Datenabgleich am PC durchführbar, so als hätte man mit einem 16-Kanal Oszilloskop gemessen.

Im Vergleich zu der bestehenden Serie DLM5000 wurde der Erfassungs-Speicher der HD-Variante verdoppelt und bietet einen Speicher von bis zu einem GigaWort für die Signalerfassung. Von dieser Erweiterung profitiert der History-Speicher. Mit dieser Funktion werden bis zu 200.000 zuvor erfasste Messungen automatisch abgelegt.

Selten auftretende Signalformen mit der History-Funktion

Insbesondere bei Signalen, für die keine Triggerbedingung gilt, bietet die History-Funktion die Möglichkeit, selten auftretende Signalformen zu erfassen und zu analysieren. Die Signale können dann einzeln, überlagert oder in einer Liste mit Zeitstempel dargestellt werden. Zusätzlich ist das schnelle Auffinden der gewünschten Signalform bei einer großen Anzahl von aufgezeichneten Messungen über eine Such- oder Abspielfunktion gewährleistet. Mithilfe der History-Funktion kann beispielsweise das Verhalten von Bremssystemen beurteilt werden und erhöht die Effizienz bei der Auswertung und Analyse.

Bei der seriellen Busanalyse wurde die intelligente Auto-Setup-Funktion weiter verbessert. Die automatische Erkennung der Bitrate und der Triggerschwelle kann für gespeicherte und mathematisch verarbeitete Messdaten verwendet werden. Dies erweitert die Auto-Setup Funktion, die bisher nur für anliegende Signale genutzt werden konnte, erheblich und unterstützt den Anwender zusätzlich im Messalltag.

Typische Anwendungen des Oszilloskops

  • Elektronik für Automotive und Transport (Steuergeräte, Antriebe und serielle Bus-Systeme),
  • Leistungselektronik (elektronische Geräte, Maschinen, Wechselrichter und Generatoren),
  • Elektronik (Haushaltsgeräte, Klimaanlagen und Lüfter) und
  • Mechatronik (Industrieanlagen).

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