Schränke

Worauf es in Serverschränken für Rechenzentren ankommt

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Strukturierte Verkabelung bietet viel Raum

Die bauliche Situation sowie die Qualitätsansprüche der DATEV an ihre strukturierte Verkabelung stellten von Anfang an klare Anforderungen an die Serverracks. So wurden ganz bewusst 800 mm breite Racks gewählt, um Konflikte zwischen Luft- und Kabelführung zu vermeiden.

Mit entsprechenden Kabelmanagement-Hilfen, die Schäfer IT-Systems als Zubehör zu seinen Racks anbietet, wurden die Kabel vertikal und horizontal am Schrankrahmen gebündelt, sodass im Rack möglichst viel Raum für die Abführung von Warmluft und die Zuführung von Kaltluft bleibt.

Weitere Zubehörteile nutzte die DATEV, um ihre Anforderungen an die Trennung zwischen informationstechnischen Kabeln und Stromversorgungskabeln umzusetzen.

So erfolgte zum einen die Installation einer Kabelrinne im Doppelboden für die redundante Elektrifizierung der Serverracks und zum anderen die Installation einer Kabelrinne an der Decke der Racks, also oberhalb des Kanals für die Luftzu- und abfuhr, für die informationstechnische Anbindung der Serverracks.

Eine besondere Herausforderung beim Ausbau des Rechenzentrums im Jahr 2013 war es, eine Kaltgang-Einhausung zu installieren, die nicht nur die Einhausung von Serverracks, sondern auch von Fremdkörpern wie zum Beispiel Raumsäulen oder Elektroverteilern zulässt. Nötig wurde dies aufgrund der spezifischen Art der Stromversorgung im DATEV-Rechenzentrum.

Der Vermieter baute eine redundant ausgelegte unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlage auf. Die nachgelagerten Stromschienen im Doppelboden zum Anschluss der Elektroverteiler installierte dann die
DATEV, wobei für die Anbindung von 27 Serverschränken ebenfalls redundante Elektroverteiler angeschlossen wurden.

Zusätzlich wurden für Server mit nur einem Stromnetzteil Transferschalter eingebaut. Diese sichern die redundante Versorgung durch die Möglichkeit, innerhalb von Millisekunden zwischen zwei Stromversorgungen umzuschalten.

Kundenspezifische Fertigung bringt Vorteile

Großes Augenmerk wurde auf eine sorgfältige Planung gelegt, da die vorgegebene Zeit zur Umsetzung sehr eng bemessen war. Frühzeitig wurden detaillierte Konzepte entwickelt, damit die Serverracks bereits komplett vormontiert auf die Baustelle angeliefert werden konnten.

Zum Beispiel wurden die kompletten intelligenten Stromleisten und die dazugehörigen Messmodule vom Hersteller direkt zum Werk von Schäfer IT-Systems in Betzdorf geliefert und dort gleich mit speziell angefertigten Befestigungswinkeln in die Serverracks eingebaut.

Individuell konfigurierte Racks mit Bohrungen

Darüber hinaus wurden die Profilschienen, Schottbleche, Fachböden und Kabelführungsbügel nach einem genau ausgearbeiteten Detailplan bereits vorab montiert. Somit konnten die individuell konfigurierten Racks sukzessive angeliefert werden, was den Aufbau der Schrankreihen im neuen Rechenzentrum innerhalb kürzester Zeit ermöglichte. Weitere Zeiteinsparungen konnten dadurch erzielt werden, dass im Werk bereits Bohrungen in den Dächern erstellt wurden, die zur Befestigung der IT-Kabelrinnen oberhalb der Racks notwendig waren. Dies führte zu einer Reduzierung der Montagezeit bei der Kabelrinneninstallation.

* Peter Wäsch arbeitet als Vertriebsleiter bei Schäfer IT-Systems in Betzdorf.

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