Worauf es bei der Auswahl einer Stromversorgung ankommt

< zurück

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Viele Hersteller geben einen minimalen Ausgangsstrom an, der für eine einwandfreie Funktion der Stromversorgung mindestens fließen muss, oft 10% vom Nennstrom. Kontaktieren Sie Ihren Fachdistributor, wenn Ihre Anwendung den Betrieb mit sehr geringer Last erfordert. In der Regel stellt dies kein Zuverlässigkeitsproblem dar, jedoch kann die Schaltung einer Stromversorgung je nach Auslegung unter diesen Bedingungen instabil werden oder langfristig Schaden nehmen.

Die Lastausregelung beschreibt die Änderung einer Ausgangsspannung bei Variation der Ausgangslast über einem bestimmten Bereich, während alle anderen Parameter konstant bleiben. Spezielle Stromversorgungen, z.B. für LEDs, regeln stattdessen einen konstanten Strom. Bei Mehrfachausgängen wird die Regelgenauigkeit je Ausgang getrennt angegeben. Jeder Hersteller gibt seine Messbedingungen bezüglich Laständerung und Belastung der Hilfsausgänge in den Datenblättern an.

Bildergalerie

Der Ausgang einer Stromversorgung braucht nach einer sprungförmigen Änderung des Laststroms eine Einschwingzeit, um wieder in ein bestimmtes Fehlerband um den Nennwert zurückzukehren. Die Messvorschrift der Einschwingzeit (Größe der Laständerung, Breite des Fehlerbands) ist herstellerabhängig und meist nur für den primären Ausgang im Datenblatt vermerkt.

Vor allem für DC/DC-Wandler gibt die Toleranz der Ausgangsspannung an, wie Bauteile in Prozent der Ausgangsspannung streuen (typ. bei nominaler Eingangsspannung und Volllast). Bei Stromversorgungen mit Mehrfachausgängen erfolgt die Angabe für die Haupt- und Zusatzausgänge.

Den Ausgang einer Stromversorgung überlagern Rauschen und Restwelligkeit auch Ripple & Noise oder Periodic & Random Deviation (PARD) bezeichnet. Spannungs- bzw. Stromangaben erfolgen Spitze-zu-Spitze oder als Effektivwert über eine bestimmte Bandbreite und Volllast. Die Hersteller messen Rauschen nach unterschiedlichen Methoden. Gute Schaltwandler erreichen 1% der Ausgangsspannung. Für Details hilft Ihnen der Distributor.

Die Symmetrie der Ausgangsspannungen beschreibt in Gleichspannungswandlern mit Zweifachausgang, symmetrischer negativer und positiver Spannung, den Unterschied der Absolutwerte in Prozent (bei nominaler Eingangsspannung und Volllast).

Überspannungsschutz begrenzt eine Spannung auf einen vorgegebenen Wert. Solche Schutzschaltungen kommen normalerweise nur am primären Ausgang zum Einsatz.

Eine Stromversorgung kann bis zur maximalen kapazitiven Belastung den Ausgang sicher treiben. Ist der Strom zum Laden der Lastkapazität beim Einschalten zu hoch, könnte die Strombegrenzung der Stromversorgung ansprechen und eine Abschaltung veranlassen.

Oft ist die maximale kapazitive Belastung nicht angegeben, dann sollte in Anwendungen mit hohen Kapazitätswerten (>200 µF) die Fachdistribution kontaktiert werden.

Stromversorgungen teilen im Parallelbetrieb den Laststrom untereinander auf, z.B. für Redundanz. Die Current-Share-Spezifikation gibt an, auf wieviel Prozent genau die Ausgänge den Laststrom untereinander aufteilen, typisch 1% bis 20%.

Nach Ausfall der Eingangsspannung kann eine Stromversorgung für eine Überbrückungszeit die Last ohne Ausfall weiter versorgen. Diese Zeitspanne wird für Netzteile, mit einem typischen Wert von ≥16 ms (eine Periode, 60-Hz-Sinus) spezifiziert. Unterbrechungsfreie Gleichstromversorgungen ermöglichen Überbrückungszeiten über mehrere Stunden.

Standardausführung oder kundenspezifische Lösung?

Standard-Stromversorgungen nutzen die Vorteile kürzerer Lieferzeit bei Lagerhaltung für einen großen Kundenkreis. Sie sparen auf jeden Fall Zeit und Kosten. Gehen Anforderungen darüber hinaus, lassen sich Basisplattformen, die weitgehend übereinstimmen, schneller anpassen, als vollständige Neuentwicklungen anzustoßen. Ob Sie mit den Zielvorgaben auf eine handelsübliche Stromversorgung zurückgreifen können oder trotz der Marktvielfalt eine individuelle Lösung finden müssen, ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Hier kommen Fachdistributoren wie die CompuMess Elektronik mit herstellerübergreifendem Überblick ins Spiel. Sie können bei der Auslegung und weiteren individuellen Fragestellungen kompetente Unterstützung bieten.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

* Dr. Michael Würkner ist Produktmanager bei der CompuMess Elektronik GmbH.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:45166038)