BMW Sauber Windkanal und Hochleistungsrechner unterstützen Techniker der Formel 1

Redakteur: Jan Vollmuth

Im Motorsport ist Informationstechnologie ein entscheidender Faktor für den Erfolg: Sie untestützt die Techniker bei der Optimierung der Aerodynamik der Boliden ebenso wie bei der Auswertung der von den Bordsystemen gelieferten Daten während eines Rennens.

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Vergangenen Sonntag wurde das erste Rennen der diesjährigen Formel-1-Saison absolviert. Einige Teams präsentierten sich nach Monaten der Pause in Topform, während andere noch einiges an Arbeit vor sich haben. Ein entscheidender Faktor im Motorsport ist die IT. Sie fährt im Auto auf der Strecke mit, ihr kommt aber auch in den Labors eine tragende Rolle zu.

Hochleistungsrechner kommen beispielsweise zum Einsatz, um die teuren Windkanaltests zu unterstützen und zum Teil zu ersetzen. Außerdem erlaubt die sogenannte numerische Strömungsmechanik (computational fluid dynamics, CFD) viel mehr Freiheit. „Mithilfe der Hochleistungscomputer und der CFD kann auch die Aerodynamik eines schlitternden Autos berechnet werden“, erläutert Willem Toet, Head of Aerodynamics beim Rennstall BMW Sauber. Das sei im Windkanal kaum möglich.

Fahrzeugmodell im Windkanal: Das aerodynamische Design des Chassis hat zentrale Bedeutung etwa für die Verbesserung des Fahrverhaltens (Archiv: Vogel Business Media)

Die Konstrukteure des Rennstalls können ihre Designs in Hinwil bei Zürich in einem Windkanal testen. Die Anlage unterstützt die Techniker bei der Optimierung der Aerodynamik der Boliden. Als Testobjekte werden von den Ingenieuren Modelle angefertigt, die etwa 60% der tatsächlichen Größe des Originalautos haben.

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