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Zugang zu Informationen muss gewährleistet sein
Die Verwendung eines externen Mechanismus setzt voraus, dass die einzubindenden Werkzeuge es erlauben, über geeignete Schnittstellen auf die von ihnen verwalteten Elemente zuzugreifen und sie mit der nötigen Meta-Information zu versehen (eindeutige ID, Link-Adresse anderer Elemente, Workflow-Attribute, Version, Baseline). Will man interne Traceability-Mechanismen eines RM-Tools nutzen, um Abhängigkeiten der Anforderungen untereinander zu modellieren, so müssen auch diese internen Traces zugänglich sein, damit die Anforderungen durchgängig verfolgbar sind. Sind die internen Verbindungen nicht zugänglich, muss unter Umständen der interne Traceability-Mechanismus umgangen werden.
Schnittstellen bestimmen die Arbeitsweise
Je nach dem, welche Art von Schnittstelle ein zu integrierendes Tool anbietet, gestaltet sich die Anbindung mehr oder weniger komfortabel. Minimum ist eine Import-Export-Schnittstelle, die es erlaubt, einen Satz von Elementen auszutauschen. Mithilfe der Export-Funktion gelangt man bei Bedarf an aktuelle Kopien von Elementen, aus denen man die benötigten Meta-Informationen extrahieren kann. Mit der Import-Funktion kann man die entsprechenden Daten aktualisieren.
Wesentlich komfortabler gestaltet sich die Situation, wenn das einzubindende Werkzeug ein API zur Verfügung stellt, mit dem man direkt auf seine Datenstrukturen zugreifen kann. Hier kann man direkt vom Traceability-Tool aus ohne Import-Export-Schritt Traces zwischen den Elementen ziehen und mit einem Knopfdruck Berechnungen wie die Impaktanalyse durchführen.
Optimal ist die Möglichkeit, per Add-On die Funktionalität z.B. eines einzubindenden Modellierungs-Tools um Traceability-Funktionen zu erweitern. Dann kann der Software-Architekt – um bei dem Beispiel zu bleiben – unmittelbar beim Anlegen einer Komponente aus seinem Modellierungs-Werkzeug heraus eine Trace zu derjenigen Anforderung ziehen, die gerade umgesetzt wird. Oder umgekehrt beginnt er im Anforderungsmanagement-Tool, wählt eine Anforderung aus, die er auf eine Komponente abbilden will und startet dann das Modellierungswerkzeug, wobei automatisch eine Trace von der gewählten Anforderung zu der neu erstellten Komponente gezogen wird.
*Stefan Friedrich ist Principal Consultant für Safety Engineering beim Software-Engineering-Spezialisten Method Park Software AG. Kontakt: Stefan.Friedrich@methodpark.de
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