Restbussimulation Wie Sie Kfz-Steuergeräte in nicht vollständig zur Verfügung stehenden FlexRay-Bordnetzen testen

Autor / Redakteur: Sascha Eggers* / Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Immer komplexere Steuergeräte im Auto erfordern aufwendige Tests, für die aber meist nicht das komplette System zur Verfügung steht. Die fehlenden Netzwerk-Komponenten müssen dann simuliert werden. Wie das unter FlexRay konkret funktioniert, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Aufgrund der gestiegenen Komplexität der Steuergeräte (ECUs) in Kraftfahrzeugen sind aufwendige Integrations- und Komponententests jedes einzelnen Steuergerätes unumgänglich. Allerdings steht in den wenigsten Fällen das komplette System für den Test eines Steuergerätes zur Verfügung. Da für eine korrekte Funktionsweise jedoch auch die Daten fehlender Busteilnehmer benötigt werden, müssen diese in einer sogenannten Restbussimulation (RBS) simuliert werden. So hat sich in FlexRay-Netzwerken die Bedeutung der Restbussimulation deutlich erhöht.

Auch Automobil-Zulieferer, die mittlerweile viele Komponenten selbst testen müssen, benötigen dafür eine Restbussimulation im Entwicklungsprozess. Zusätzlich werden als (Teil)-Ersatz für eine HiL-Umgebung immer mehr Restbussimulationen kostengünstig genutzt. Die Anforderungen für eine FlexRay-RBS haben sich jedoch im Gegensatz zu CAN-RBS geändert.

Vielseitige Restbussimulation in der Fahrzeugentwicklung

Die Einsatzmöglichkeiten und Einsatzzeitpunkte einer Restbussimulation in der Fahrzeugentwicklung sind vielseitig. Sie kann schon in einem frühen Zeitpunkt für rudimentäre ECU-Tests verwendet werden (kommuniziert mein Steuergerät korrekt mit dem FlexRay-Netzwerk?) bis hin zu Teil- und Gesamtintegrationstests von Kfz-Netzwerken. Immer dann, wenn nur Teile eines Netzwerkes vorhanden sind und der Rest simuliert werden soll, ist eine Restbussimulation ideal. Fehlende Funktionalitäten jedes beliebigen Steuergerätes können in der Restbussimulation ergänzt werden.

Wie eine Restbussimulation genau funktioniert

Je nach Entwicklungsstand des jeweiligen Netzwerkes kann der Aufbau einer Restbussimulation unterschiedlich aussehen. Das grundsätzliche Prinzip ist jedoch immer ähnlich und wird hier an einem Test bzw. Integrationsaufbau beschrieben:

Damit das Steuergerät seine Aufgabe erledigen kann werden Botschaften von Steuergeräten benötigt, die einem nicht zur Verfügung stehen. Oft werden jedoch nur grundlegende bzw. wenige Funktionalitäten der jeweiligen Steuergeräte benötigt. Der Aufwand hierfür einen speziellen HiL einzurichten ist sehr kosten- und zeitintensiv. Einfacher ist es die benötigten Funktionen der fehlenden Steuergeräte mit einer Restbussimulation zu simulieren.

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