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Wie sich x86-Starterkits in der Serienproduktion einsetzen lassen

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Starterkit vs. Referenzplattform

Starterkits sind in der Regel als reine Testplattform gedacht. Sind die Tests durchgeführt, beginnt die eigentliche Entwicklungstätigkeit. Schaltpläne und Layout müssen erstellt werden. Dann folgen Prototypenbau, die Inbetriebnahme und die Umsetzung in ein Serienprodukt inklusive der notwendigen Zulassungen.

Der von der TQ-Group verfolgte Ansatz, dass die Starterkit-Carrierboards auch in Serienprodukten zum Einsatz kommen, eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit, um schneller zum eigenen System zu kommen.

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TQ nennt dieses Plattformkonzept COMSys (COM Express basierende Systeme). Die Carrierboards sind so ausgelegt, dass sie bereits viele Standard-Funktionen abdecken. Applikationsspezifische Erweiterungen können mit Standard IO-Karten aber auch durch kundenspezifische Erweiterungskarten ergänzt werden. Auch mechanisch sind die Plattformen für den Serieneinsatz und eine einfache Integration in Gehäuse ausgelegt. Selbst das thermische Konzept ist gut durchdacht.

Auf dem jeweiligen CPU-Modul ist typischerweise ein Heatspreader aufgesetzt, der die Wärme des Moduls extrem effizient auf eine möglichst große Fläche verteilt. Beim Einsatz als Starterkit wird dort - wo nötig - zusätzlich ein aktiver Kühler aufgeschraubt.

Wird die Plattform in ein Gehäuse verbaut und thermisch beispielsweise mit dem Deckel verbunden, so wird die mechanische und thermische Anbindung natürlich direkt am Heatspreader durchgeführt. Da dieser den höchsten Punkt im Systemaufbau darstellt, ist die Gehäuse-Konstruktion und Kühlanbindung extrem simpel und zuverlässig umsetzbar. Das spart Zeit und Aufwand.

Einheitliches Konzept der Plattformen

Der Weg vom Starterkit zum Plattformgedanken wird bei der TQ-Group dadurch fortgesetzt, dass die für die unterschiedlichen Modul-Leistungsklassen erhältliche Carrierboards innerhalb einer Plattform bezüglich Mechanik sowie Komponenten- und Schnittstellenanordnung sehr einheitlich konzipiert sind. Dadurch wird es möglich, eine passende Gehäuselösung über den kompletten Plattformgedanken hinweg als Zusatzoption anzubieten.

Kunden steht es also bei dem TQ-Lösungsansatz völlig frei, auf welchem Level der Integration ein kundenspezifisches Design gestartet werden soll. Für extrem kundenspezifische Anforderungen kann das Starterkit, dessen Schaltungsteile sowie das Know-how aus dem Plattformkonzept genutzt und extrem schnell in eigene Elektronik und Gehäuselösungen umgesetzt werden.

Stellt sich während der Evaluierung heraus, dass das Starterkit schon alle notwendigen Anforderungen ausreichend abdeckt, so kann sich der Kunde sogar die Elektronik-Entwicklung selbst sparen. Oft genug hat sich das in der Praxis schon bewährt, vor allem dann, wenn sich das Projekt noch im Ramp-Up befindet oder die Stückzahlen noch schwer vorherzusagen sind.

Egal ob selbst entwickelt oder in Zusammenarbeit mit Partnern wie der TQ-Group: Mit einer durchdachten Auswahl eines Starterkits oder einer Referenzplattform können maßgebliche Grundlagen für die schnelle Umsetzung eines Projektes geschaffen werden.

Infobox MSys-Plattform

Für Anwendungen, die extrem kompakt sein müssen, bietet TQ auch weitere Referenzplattformen an. Diese werden typischerweise nicht als klassisches Starterkit verwendet. Sie können aber dennoch ebenso genutzt werden, um Software- und Performancetests durchzuführen oder sogenannte Proof-of-Concepts zu realisieren.

Meist sind für diese Referenzplattformen auch branchen- oder applikationsspezifische Zusatzkomponenten verfügbar, die mit Hilfe von Demos getestet werden können. Zur Realisierung von anspruchsvollen IoT-Gateway-Anwendungen kann beispielsweise die MSys-Plattform genutzt werden.

Zum Einsatz kommen dabei COM-Express-Mini-Module in der Atom-Leistungsklasse. Die Abmessungen der Carrierboards sind mit lediglich 100 mm x 100 mm spezifiziert. Die kabellose Kommunikation wie WLAN, Bluetooth und 2G/3G/LTE kann durch Standard-Module einfach ergänzt werden, wodurch ein hohes Maß an Flexibilität erreicht wird.

Auch die Ergänzung von Feldbus-Schnittstellen ist problemlos möglich. Software-Komponenten für eine Cloud-Anbindung runden diese Plattform für die Evaluierung als Gateway ab.

* Harald Maier ist Business Development Manager für den Bereich x86 / Embedded PCs bei TQ-Systems

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