Mobile Speicher

Wie sich Blackouts zuverlässig verhindern lassen

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Einfach und genial – die mobile Speicherlösung

Einfach und genial, das fand auch das „Deutsche CleanTech Institut“, DCTI, und zeichnete die mobile Speicherlösung 2013 als „Innovation pro Energiewende“ aus. Laut DCTI bietet die Lösung einen flexiblen Beitrag zur Gestaltung des Smart Grid. Vorhandene Netze können mit den mobilen Speichern problemlos an zukünftige Anforderungen, wie dezentrale Einspeisung oder Bedarfsänderungen durch Zuwachs in Ballungsräumen und Verödung ländlicher Gegenden, angepasst werden. Auch die Zunahme von Ladevorgängen durch Elektrofahrzeuge an Verkehrsknotenpunkten in der Urlaubszeit ließe sich mit den Batteriespeichern auffangen.

Punktuelle Entlastung statt großflächiger Ausbau

Es ist viel los im deutschen Niederspannungsnetz. Der Strom kommt längst nicht mehr nur von einigen wenigen Kraftwerken, sondern wird von einer rasant wachsenden Anzahl dezentraler Quellen eingespeist. Allein die Nennleistung der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland übersteigt in der Summe bereits 35 GW. Hinzu kommt die elektrische Energie von Windkraftgeneratoren und Biogasanlagen. Die dezentralen Erzeugungsanlagen haben inzwischen eine systemrelevante Größenordnung erreicht. Bei einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien werden Netzengpässe nicht zu vermeiden sein – die kleine Energiewende mit großen Folgen. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass diese punktuell beziehungsweise saisonal auftreten.

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Die Notwendigkeit des Netzausbaus ist erkannt

Die Dezentralisierung der Stromerzeugung und die Steigerung des Anteils des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms sind politisch gewollt. Die Notwendigkeit des Netzausbaus ist erkannt und wird gerade sehr emotional diskutiert. Es entsteht dabei die Vorstellung eines großflächig überlasteten Netzes, das es auf allen Ebenen zu erneuern gilt. Es muss aber die Frage erlaubt sein, inwiefern die temporäre Einbindung großer Speicher nicht eher eine Lösung darstellt als ein genereller Netzausbau. Die punktuelle Entlastung anstelle des großflächigen Kapazitätsausbaus könnte schon morgen zur Verfügung stehen, während sich die Diskussion um neue Stromtrassen noch über Jahre dahinziehen wird.

Die Zahl der Einspeiser hat sich rasant entwickelt

Die Zahl der Einspeiser hat sich viel rasanter entwickelt als es die Netzinfrastruktur erlaubt. Je nach Energieform ist das Netz großen Schwankungen ausgesetzt. Im Sommer sorgen PV-Anlagen für einen Überschuss, im Winter sind es die Windkraftanlagen, die das Netz an seine Leistungsgrenze bringen – sogenannte negative Regelleistung. Dies verursacht doppelt Kosten. Zum einen durch Drosseln oder Abschalten der Anlagen, wenn der Strom nicht verbraucht oder gespeichert werden kann, und zum anderen durch den negativen Strompreis.

Was wie ein reiner Wunschtraum vieler Verbraucher klingt, kommt bei überlasteten Netzen zum Tragen. Am 1. Weihnachtsfeiertag 2013 wurden um 4 Uhr für die Stromabnahme 220 €/MWh gezahlt, damit der zu viel produzierte Strom abgenommen wurde. Bis zu 9200 MW wurden in das Ausland transportiert. Eine Lösung, die der Bundestag nicht mehr lange aufrecht halten will.

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