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Die maximale differenzielle Eingangsspannung gibt die größte differenzielle Spannung an, die an den Eingangs-Anschlüssen anliegen darf, ohne eine zu große Stromstärke zu verursachen.
Einige Operationsverstärker verfügen über eingebaute antiparallel geschaltete Dioden (Bild 2), die einen Durchbruch der Basis-Emitter-Strecke in der Eingangsstufe verhindern. Die Anzahl der Begrenzungsdioden zwischen den Eingangsanschlüssen lässt Rückschlüsse darauf zu, wie hoch die maximale differenzielle Eingangsspannung ist.
Die Tabelle mit den absoluten Maximalwerten enthält oft auch eine Angabe zum maximalen Eingangsstrom, der am Eingang anliegen darf. Ist der höchstzulässige Eingangsstrom nicht angegeben, sollte der Eingangsstrom auf Werte unter 5 mA begrenzt werden. Ist zu erwarten, dass der Eingangsstrom über den absoluten Maximalwert steigt, sollten die Eingangs-Anschlüsse zur Strombegrenzung mit Widerständen versehen werden, wie in Bild 2 gezeigt. Dies verursacht jedoch Rauschen und erhöht die auf den Eingang bezogene Offsetspannung.
Wird ein Baustein sofort unbrauchbar, wenn die absoluten Maximalwerte überschritten werden?
Beim Überschreiten der absoluten Maximalwerte können verschiedene Ausfallmechanismen auftreten.
Erstens kann ein Baustein umgehend zerstört werden, sobald ein absoluter Maximalwert überschritten wird. Wenn eine außergewöhnliche hohe Spannung an einen Verstärker gelegt wird (z.B. 30 V Versorgungsspannung an einen für 6 V spezifizierten CMOS-Verstärker), erfolgt beinahe sofort ein Durchbruch der Transistoren, wodurch der Baustein defekt ist.
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